Freitag, 17. Oktober 2014

Das Leben und seine Herausforderungen

Für manche Leute scheint die Tatsache, dass sie, wenn sie in der Schlange an der Supermarktkasse soweit vorgerückt sind, dass niemand mehr vor ihnen ist, die Ware die sie erwerben möchten, auch bezahlen müssen, immer wieder völlig überraschend zu sein.

Eben war so jemand zwei Leute vor mir in der Schlange. Die Kassiererin zieht alle Waren durch, die sich auf der nicht wirklich großen Ecke am Ende des Laufbandes sammeln. Wozu denn auch einen Einkaufswagen nehmen? Die Kassiererin nennt eine Summe. Man sieht richtig, wie es im Kopf der Kundin anfängt zu arbeiten. Ihr wird klar, dass sie nun bezahlen muss. Nur, in welcher der drei wohl bereits von vorherigen Einkäufen teilbefüllten Einkaufstaschen könnte denn nur der Geldbeutel sein? Da muss man halt erst einmal suchen und wird glücklicherweise auch fündig. 

Die Dame möchte aber nicht mit einem großen Schein zahlen und zückt daher einen 10-Euro-Schein. Der reicht  nicht, es fehlt noch Kleingeld. Das wiederum scheint nicht im Geldbeutel aufbewahrt zu werden, sondern sich auf diverse Jackentaschen zu verteilen.

Es wird gewühlt und mit stoischem Gesichtsausdruck hält die Dame der Kassiererin ihre Hand mit einem Wust aus Bonbons, Papierschnipseln und vereinzelten Münzen hin, damit diese das passende Kleingeld raussucht.

Dann wird in aller Seelenruhe der Einkauf in den drei Beuteln verstaut und währenddessen der Platz blockiert, an dem die nachfolgenden Leute, inklusive mir, gerne ihren Einkaufswagen platziert hätten (wir erinnern uns, sie selbst hatte keinen), um ihre Einkäufe ohne Verrenkungen einräumen zu können.

Bis sie damit fertig war, waren zwei Leute nach ihr durch. 

ARGH!!!!

Kommentare:

  1. Oh! Diese Leute hab ich auch lieb. Und ich habe das Gefühl, dass die Wahrscheinlichkeit einen solchen Spezialisten in der Schlange zu haben proportional zur Menge der Einkaufenden deutlich ansteigt. Oder mir der Dringlichkeit mit der die vielen anderen Leute wieder aus dem Markt rauswollen.
    Noch nie habe ich eine solche Person zu einer Zeit erlebt, in der nicht viel los ist (ich selber vermeide im Urlaub z.B. gerne die üblichen Supermark-Stoßzeiten). Selbst wenn dann nur eine Kasse offen ist und 4oder 5 Leute in der Schlange stehen - zack alle durch.

    Aber wehe es ist kurz vor Ladenschluß, wenn man nach der Arbeit noch schnell Abendessen für die Familie besorgen will. Da trifft man die mit Garantie - und da sie meist zig Einkauftüten von zig Läden (Kleinung und Co.) dabei haben, darf man getrost davon ausgehen, dass diese Leute zumindest an diesem Tag nicht zur gestressten Meute gehören...

    :) Nicht Ärgern - nur Wundern!

    Liebe Grüße

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    1. Ach, das ARGH war kein Ausdruck wirklichen Ärgers, ich war nur leicht genervt. Das war aber schon auf dem Nachhauseweg wieder verflogen. :)

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    2. Und ja, irgendwie passiert sowas eigentlich immer, wenn grad eh viel los ist. Wenn es geht, vermeide ich auch Einkäufe an Freitagnachmittagen/-abenden oder an Samstagen.

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  2. Ach, ihr seid immer so streng mit der Welt. Ist doch voll lustig. Ein schöne Veranschaulichung. Ich freu mich immer über sowas (außer wenn ich schlechte Laune hab). Und wenn wir ehrlich sind, passieren uns (wenn auch selten) ebenso diese Dinge.

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    1. Und du bist -immer- so schnell mit deinen Rückschlüssen, wie wir -immer- so sind. ;) :D Ich beschrieb lediglich eine Situation, die mich heute zu einem "ARGH!" verleitete. Den Rückschluss zu ziehen, dass ich in solchen Situationen immer "ARGH"e wäre gewagt. ;)

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  3. Ich gestehe freimütig: Ich könnte in solchen Situationen ausrasten. Geht bei mir nur leider immer alles nach innen los.

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    1. Ich schreie meistens auch eher innerlich. ;) Aber zum Glück hält der Ärger oder das Genervtsein selten lange an.

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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