Dienstag, 3. Juni 2014

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung?

Ich kann gar nicht mehr zählen, wieviele erste Schritte ich gemacht habe.

Ich bin klasse darin, mir selber etwas vorzumachen. Funktioniert leider immer nur für eine Weile. Früher oder später fällt mir's auf. Und das, was ich sehe, gefällt mir nicht. Überhaupt nicht. Irgendwann halte ich den Blick in meine eigenen Augen nicht mehr aus und ich guck weg. Dann sag ich mir, so schlimm ist's doch gar nicht. Ich bin klasse darin, mir selber etwas vorzumachen. 

Wenn ich könnte, würde ich mich selbst am Arsch lecken. 



Kommentare:

  1. Ja, manchmal kann ich auch mit mir selbst die Geduld verlieren und würde mir gerne heftig in den Allerwertesten treten. Aber wenn ich mich dann ausgeheult habe, kann ich mich auch selbst wieder in den Arm nehmen und sagen: Kopf hoch, Herzchen, bei mir hast Du immer einen weiteren Versuch.
    Und wenn etwas so gar nicht klappen will, muß man sich ja vielleicht auch mal fragen: ist es vielleicht ein erster Schritt in die falsche Richtung gewesen?

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    1. Ein Schritt ist für mich noch nicht wirklich eine Richtung und mit zu vielen ersten Schritten besteht die Gefahr, dass man sich im Kreis dreht. ;) Der "erste Schritt" ist in diesem, also meinem Fall auch nicht so zu verstehen, dass ich schon irgendetwas unternommen hätte, er ist nur die Erkenntnis, dass ich etwas unternehmen, sprich verändern sollte. Und dass ich das sollte, das weiß ich absolut sicher.

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  2. Stehst Du wirklich dahinter oder geht es darum, anderen etwas zu beweisen? Sei nicht so streng mit Dir selbst, aber ehrlich. Manches muss reifen und braucht Zeit, manches muss man loslassen. Vielleicht schaffst Du es, erst mal den Druck rauszunehemen und Dich nicht im Kreis zu drehen.
    Ich wünsche Dir einen klaren Kopf,
    PIA

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    1. Es geht definitiv nicht darum, anderen etwas zu beweisen, wenn dann einzig und allein mir selbst, völlig unabhängig, ob und wie andere darüber urteilen oder urteilen könnten. Ich setze mich auch nicht unter Druck und ich schätze, genau da ist das Problem. Will man tatsächlich etwas ändern, muss man da schon einen gewissen Druck auf sich selbst ausüben. Gleiches gilt für das Thema Strenge. Es geht nicht darum, dass ich mir sage, mein Leben muss so und so aussehen, es geht im Prinzip momentan für mich darum, dass ich sehe, dass ich so nicht glücklich bin und ich es auch nie sein werde, wenn ich nicht etwas verändere.

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    2. P.S. Danke für's klaren Kopf wünschen. :)

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  3. Da ist zeitiges Handeln gefragt. Angeblich werden Vorsätze und Ideen - und unter diese Oberbegriffe fällt das ja auch - nur dann mit einem gewissen Maß an Wahrscheinlichkeit umgesetzt, wenn man diese innerhalb von 72 Stunden angeht, nachdem man die Einsicht gewonnen hat, daß man was tun soll. Und sei es nur durch Beginn einer konkreten Planung. Ist die Frist vorbei, war es das wohl. Wenn ich das so für mich Revue passieren lassen, könnte da durchaus was dran sein.

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    1. Ich denke nicht, dass das in meinem Fall zutrifft, zumal es nicht um Dinge geht, die man einfach mal so umsetzt oder tut, also nicht um soetwas wie "ich muss dringend abnehmen" oder "ich sollte mehr Sport machen". Es geht eher um ein Umdenken, was dann auch das Handeln und Empfinden beeinflusst.

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    2. Dazu kommt, dass es sich letztendlich immer um dieselbe Erkenntnis/Einsicht handelt, somit hätte ich ja sozusagen immer wieder die 72 Stunden. ;) Aber wie gesagt, ich denke nicht, dass diese Frist sich auf das bezieht, was ich mit Selbsterkenntnis meine. Sorry, wenn das etwas kryptisch ist.

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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