Dienstag, 29. April 2014

Alt und neu

Links alt - rechts neu


Man sieht zwar auf den Fotos keinen wirklichen Unterschied was die Darstellung angeht, 
aber live ist der Paperwhite wirklich besser, mehr Kontrast, der "Hintergrund" ist heller, 
die Schrift schärfer und definierter.


Lange habe ich überlegt, ob ich mir den neuen Kindle Paperwhite bestellen soll oder nicht. Schließlich habe ich ja schon seit etwas mehr als zwei Jahren den Kindle Keyboard, den ich liebe und der eines Dinge ist, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Mein Kindle Keyboard ist mein ständiger Begleiter und mit den über 700 Büchern, die da drauf sind, habe immer meine kleine Bibliothek bei mir.

Der Paperwhite allerdings besitzt ein verbessertes Display, mit mehr Schärfe und Kontrast, so zumindest heißt es, ist ein Touchgerät ohne Tasten und hat eine LED-Beleuchtung, so dass man auch mal abends im Bett lesen kann, ohne das Zimmerlicht/die Nachttischlampe anmachen zu müssen. Aber ist mir das alles tatsächlich 129 Euro wert? 189 Euro für die Variante mit 3G, eine kostenlose Mobilfunkverbindung mit der man immer und überall eBooks kaufen und sofort lesen kann, also kein WLAN mehr braucht, wollte ich definitiv nicht ausgeben. Das ist etwas, was ich wirklich nicht brauche.

Letzte Woche Dienstag habe ich es dann getan, ich habe ihn bestellt. Ich dachte mir, Amazon gibt dir 30 Tage Zeit, das Ding auf Herz und Nieren zu testen und wenn du dann der Meinung bist, dein Keyboard reicht dir, dann geht der Paperwhite eben wieder zurück.

Freitag konnte ich ihn in Empfang nehmen. Der Hermesbote hat den Kindle auch nur zwei Tage spazieren gefahren, bevor er im Paketshop landete. Da freut man sich, dass in der Sendungsverfolgung "in Zustellung" steht und darf dann abends lesen, dass nicht zugestellt wurde und es am nächsten Tag einen weiteren Versuch gäbe. Da hat's der Fahrer halt nicht innerhalb der Öffnungszeiten des Shops geschafft, abzuliefern. Ich hatte den Kindle an einen Paketshop liefern lassen, der für mich wegetechnisch einfach die günstigste Variante war, auch wenn ich es sonst eher vermeide, etwas über Hermes verschicken zu lassen, wenn auch DHL möglich ist. Nicht, dass ich nicht schon mit beiden Ärger hatte...

Die Freude war groß aber ihr folgte recht schnell die Enttäuschung, denn das Gerät hatte einen Fehler im Display, ob Staub oder eine Beschädigung, weiß ich nicht, jedenfalls war an einer Stelle ein kleiner, aber störender, sehr greller Lichtpunkt, wenn die LED-Beleuchtung an war. Vielleicht hätte jemand anders diesen Fehler toleriert, aber ich erwarte für 129 Euro etwas zu bekommen, das fehlerfrei ist. Also reklamierte ich das Gerät noch am Freitag und bereits am Samstag ging der Ersatzkindle auf den Weg zu mir, bzw. wieder Richtung Paketshop, wo er gestern Abend ankam, für mich allerdings zu spät, um ihn noch abzuholen. Das musste bis heute nach der Arbeit warten.

 Dieses Screensaverbild wäre auf dem Keyboard sicher 
 nicht so detailreich und gut zu erkennen.

Wie gut, dass ich mir diesen Monat eine Surfflat für mein Handy gegönnt habe, was ich nicht regelmäßig tue, da mir das einfach zu teuer ist und ich auch gut mal ein paar Stunden ohne www, Email und Co auskomme. Doch diesmal hatte ich eine und ohne diese hätte ich meinen Ersatzkindle heute nicht in Empfang nehmen können. 

Der besonders schlaue Amazoncallcentermitarbeiter, der Freitag meine Reklamation des ersten Kindles entgegengenommen und die Ersatzzustellung veranlasst hatte, hatte nämlich vergessen, meinen Namen bei der Empfängeradresse anzugeben. Das Päckchen landete zwar im Paketshop, aber man konnte es mir nicht aushändigen, weil ja mein Name nicht drauf stand. Hätte ja für sonstwen sein können. Wenn ich die Sendungsnummer hätte zum Vergleichen, dann... 

Endlich kann ich mir meine Bücher auch mit Cover anzeigen lassen, da macht 
das Stöbern nach dem nächsten Lesestoff nochmal doppelt soviel Spaß!

Die hab ich dann über mein Handy online aus meinen Mails rausgesucht. Und Hurra, das einzig vorhandene Amazonpäckchen war für mich. Und Hurra, der Ersatzkindle scheint okay zu sein. Ich habe sogar den Eindruck, er reagiert einen Ticken schneller auf Befehle als der erste. Nachher werde ich dann testen, wie es sich mit der Beleuchtung liest. Getauft habe ich ihn auch schon, er heißt nun "My precious!", mein Kindle Keyboad heißt "It's bigger on the inside".

Ich denke nicht, dass ich 30 Tage brauchen werde, um herauszufinden, ob ich den Paperwhite behalte oder nicht. Ich bin mir eigentlich jetzt schon ziemlich sicher, dass er bei mir bleibt. Sofern natürlich nicht noch irgendwelche Probleme auftauchen.

Ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe ich meinem Kindle Keyboard gegenüber ja schon, ihn einfach so zu ersetzen. So bin ich, ich habe den Hang, meine technischen Geräte ins Herz zu schließen, auch, wenn sie nicht alle Namen bekommen...

Kommentare:

  1. Sag mal, spiegelt das nicht mit dem neuen in der Sonne? Kann ich mir ja gar nicht vorstellen....

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    1. Nö, man kann auch in der Sonne sehr gut damit lesen und übrigens ist auch dafür die Beleuchtung da, bei zu grellem Licht kann die ausgleichen. Das ist ja nicht wie beim Fire, wo wie beim Handy oder jedem anderen Tablet das Display selber (von unten) leuchtet und mit denen man oft in der Sonne nix mehr sieht. Beim Paperwhite sind LEDs in den Rand eingebaut, die Licht auf das Display also auf den Text werfen. Ich finde, es geht sogar besser, als mit dem Keyboard. Auch ohne eingeschaltete LEDs.

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  2. Ich liebe mein Kindle Paperwhite auch, allerdings stört mich ein bisschen der Touchscreen, beim alten Kindle konnte ich auch mit der linken Hand umblättern durch die Tasten links und rechts, beim Phaperwhite geht das nicht oder ich mache etwas falsch? Manchmal Futter ich was beim Lesen mit rechts ;) und da war das Umblättern mit links ganz praktisch... Auch spinnt mein Phaperwhite jetzt nach einem Jahr ein bisschen, manchmal schaltet sich die Beleuchtung nicht ab und da muss ich Neustarten, also nur ausschalten sondern richtig runterfahren bis das Kindle Starterbild da ist, das nervt... Umtauschen kann ich blöderweise nicht, war ein Geschenk von meinem Freund und ist von Amazon.uk, leider Garantie deshalb nur ein Jahr und das ist gerade abgelaufen. Achso, passt zwar nicht ganz hier her aber noch kurz wegen den Sims als ich sagte ich hab nur nen iPad und du sagst ohne Computer gehts bei dir nicht... Bei mir eigentlich auch nicht, aber ich bin im Dezember aus Deutschland ausgewandert und konnte meinen Computer nicht mitnehmen, deshalb ab ich gerade nur das iPad. Habe bis auf kleine Erinnerungen und Klamotten nichts aus Deutschland mitgenommen weil mein Freund hier ein Haus hat... Ich lebe jetzt in Irland... ;) und sende dir liebe Grüße!

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    1. Du kannst auch mit links umblättern, wenn du z.B. den Paperwhite mit der linken Hand hältst, kannst du mit Daumen am unteren Rand eine Wischbewegung von rechts nach links machen, dann wird auch weitergeblättert. Oder von links nach rechts zum Zurückblättern.

      Dass dein Kindle schon das Spinnen anfängt, ist natürlich doof und sollte nicht sein. Hier in D hat der Kindle auch nur ein Jahr Garantie oder man zahlt 30 Euro (+/-) und bekommt dafür ne 3jährige Garantie + Diebstahl- und Schadensversicherung. Ich hab noch ein paar Tage Zeit zu überlegen, ob ich das will.

      @Irland: Cool. Will ich unbedingt auch mal hin, ich mag die Iren sehr und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase verstehe ich sie sogar bestens. :D Wenn man einmal das "Sprachmuster" raus hat.... :)

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    2. Nachtrag: Ich hab jetzt mal den Paperwhite bewusst nur mit links benutzt. Kein Problem. Dadurch, dass die Fläche zum Vorwärtsblättern ja so riesig ist, kann man locker mit dem Daumen einfach irgendwo auf die Seite "touchen" (nicht wischen) und man blättert um. Der Bereich zum Zurückblättern ist ja nur einen ein vielleicht fingerbreiter vertikaler Bereich auf der linken Seite den Touchbildschirms. Hier ganz gut dargestellt. Man kann per kurzen Touch umblättern, aber auch mit wischen.

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  3. Herrlich. :-)
    Und auch voll interessant!
    Ich wußte gar nicht, dass so eine zickige Ego-Tante in dir steckt.
    (das liebevoll-lächelnde Schmunzeln kann ich leider nicht mittransportieren, einfach dazudenken)

    Mein Kindle Paperwhite hat auch einen kaputten Pixel. Das ist natürlich erstmal ärgerlich. Aber ich wollte ihn einfach nicht mehr hergeben. Ich hab es dann so gelöst, dass ich dem kaputten Pixel eine „Namen“ gegeben habe. Er ist mein Lieblingspixel. Und jetzt freue mich eigentlich auch jeden Tag über diesen Pixel.

    Über diese komplizierten Paketannahmen könnte ich mich ja totlachen. Aber natürlich erst hinterher, nicht wenn es gerade akut ist. Vor ein paar Jahren durfe ich bei der Post mal ein iPhone nicht im Empfang nehmen, weil mein Personalausweis abgelaufen war (und das nur um ein paar Tage).

    Ich glaub auch nicht, dass du den Paperwhite zurück gibst.
    Das wäre schon ein Ding.
    Ansonsten kann ich nur sagen, das schlechte Gewissen geht weg.
    Ich hatte das damals auch (Kindle Touch).

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    1. Ja, die zickige Ego-Tante steckt durchaus in mir, aber sie kommt sehr selten raus. ;) Der Lichtfleck war aber schon etwas mehr als nur Pixelgröße. Mich hat er wirklich gestört. Auch der zweite Paperwhite hat an zwei Stellen klitzekleine grellweiße Lichtpunkte, mit denen ich aber leben kann, weil man sie ja nach Neigungswinkel auch nicht sieht. Den Fleck beim ersten Gerät sah man eigentlich immer.

      @Name für deinen Pixel: Wie putzig. ^^

      Klar geht das schlechte Gewissen weg, mein Kindle Keyboard ist ja nicht das erste technische Gerät, das ich ersetzt habe oder ersetzen musste.

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    2. Darf ich abschließend mal ausnahmsweise dein Blog ausnutzen und zwei Texte verlinken? Passt thematisch irgendwie grad so gut. ;-)

      Other People love their kindles too:
      http://www.unmus.de/i-love-my-kindle/

      You want to learn more about kindle?
      http://www.unmus.de/kindle-im-detail-faq/

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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