Montag, 9. Dezember 2013

Wie zwei Bären sich wiederfanden...

Und es begab sich, dass das Koelschgirl an einem Montagnachmittag den DrogerieMarkt ihres Vertrauens aufsuchte, um sich dort Farbe für ihr Haar zu besorgen. Viele andere Menschen hatten anscheinend Bedarf an den Waren, die dieser Markt feilbot und so wurschtelte sich das Koelschgirl relativ zielgerichtet und leicht genervt zu dem Regal durch, wo sie das finden würde, was sie suchte. Leider war der Weg zur Ware durch eine Mutter mit Kind und Kinderwagen versperrt, die sich mit der Entscheidung, welcher Rotton ihr Haar verschönern sollte, sehr sehr schwer tat. Und so beschloss das Koelschgirl noch eine Runde zu drehen und kam dabei an einem Podest vorbei, das mit vielerlei weihnachtlichen Geschenksets zumeist aus dem Bereich der Düfte dekoriert war - etwas dort zog ihren Blick sofort magisch an.

Da saß er, ein brauner Bär, ganz allein zwischen knallig bunten Kartons. Ihre Blicke trafen sich. "Nimm mich mit!", schien er zu flehen. Ihre Hände griffen wie von selbst nach dem kleinen Kerl und berührten seidenweiches Kuschelfell. Sanft hob sie ihn hoch und sagte zu ihm: "Du kommst mit mir nach Hause!" Sie meinte, ihn leicht seufzen zu hören.

Inzwischen war auch Platz am Regal und sie brauchte nicht lange, um die gewünschte Farbe zu finden. Jetzt noch schnell Bär und Haarfarbe bezahlt und ab nach Hause. Doch auf dem Weg zur Kasse zog sie irgendetwas plötzlich nach links zu einem Regalkorb in dem kreuz und quer Weihnachtselche gestopft waren, alle in Ocker- und Brauntönen, dazwischen jedoch etwas Graues. Was es war, konnte sie nicht erkennen. Ihr Bär schien sie aufzufordern, nachzusehen, was es war und so griff sie wieder zu und hielt plötzlich einen grauen Bären in der Hand, etwas kleiner als ihr brauner aber eben so seidenweich. 

Er schien verwirrt und ein wenig ängstlich, doch dann sah er den braunen Bären, der schon ganz aufgeregt war. Ganz klar, die beiden kannten sich! Zwei Bärenkumpel hatten sich wiedergefunden. Natürlich brachte das Koelschgirl es nicht über's Herz, die beiden wieder zu trennen oder gar im Laden zu lassen, auch wenn sie sich eigentlich vorgenommen hatte, ein wenig sparsamer zu sein.


Und so leben Grisbert und Bernulf seit heute bei mir.

Kommentare:

Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

Dieser Blog ist keine kostenlose Werbefläche. Wer was verkaufen will, sucht sich bitte eine andere Plattform.

Kommentare unter älteren Blogeinträgen erscheinen erst nach Freischaltung von mir.