Sonntag, 6. Oktober 2013

Fazit nach einem Jahr Schlafzimmererlaubnis für meine Stubentiger

Meine größte Sorge, als ich vor etwas mehr als einem Jahr unsere über 100qm große Wohnung gegen meine jetzige 50qm-Wohnung tauschen musste, war mein Entschluss, dass Conina und Pasha nun ins Schlafzimmer dürfen sollten und was dieser für Folgen für meine Nachtruhe haben könnte. Bis dahin hatten die Katzen absolutes Schlafzimmerverbot. Der Grund, warum ich das Verbot aufgehoben habe, war folgender: ich wollte ihnen nicht noch mehr Platz nehmen, als durch die Verkleinerung eh schon weg fiel. Und abgesehen von der Küche ist das Schlafzimmer der größte Raum hier in der Wohnung und zudem einer, in dem ich mich viel aufhalte. Denn lieber mache ich es mir abends im Bett mit meinem Laptop gemütlich, der dann auf einem Klapptablett, ähnlich diesem hier steht, als auf der Couch im Wohnzimmer zu lümmeln. Sie ist auch keine wirkliche Lümmelcouch, dazu ist sie zu klein. Ich könnte sie ausklappen, da sie eine Schlafcouch ist, aber das mache ich dann eben doch nicht.

Mein Bett ist ein Doppelbett mit übergroßer Matratze, ich glaube, 180x 220cm, da müsste ich nochmal nachmessen, aber auf jedenfall nicht der 140- oder 160-Standard. Der rechte Teil gehört mir, der linke den Katzen. Dort stehen zwei von diesen flauschigen Plüschkörben, die sie einfach lieben und groß genug, dass beide drin kuscheln können, obwohl es große Maine Coons sind. Damit die Matratze, bzw. der Bezug möglichst haarfrei bleibt, liegt darunter noch eine Webpelzdecke.

In den Körbchen liegen sie die meiste Zeit drin, wenn ich mich im Bett befinde, aussehen tut das zum Beispiel so:



Natürlich kommen sie auch mal zu mir kuscheln, Conina macht es sich dann gern auf meiner Brust oder in meiner Armbeuge bequem und Pasha kuschelt sich irgendwo anders an mich. Er würde ebenfalls sehr gerne auf meiner Brust liegen, aber er ist ein ganzes Stück größer als Conina und während die nur knapp 6 Kilo wiegt, bringt er rund 8 Kilo auf die Waage. Und diese zwei Kilo machen einen gewaltigen Unterschied, insbesondere wenn sie mit dem Rest vom Kater auf dem Brustkorb liegen. Er kann zwar nicht verstehen, warum sie darf und er nicht und das kann ab und zu schon mal zu leichten Spannungen führen. Aber ihr das versagen nur weil's mit ihm nicht geht, will ich nicht. Da bin ich einfach egoistisch und genieße es zu sehr, diesen schnurrenden Plüschball auf mir liegen zu haben. Ich versuche es irgendwie anders wieder gut zu machen.








Es gibt inzwischen soetwas wie ein Abend- und Morgenritual mit dem Conina irgendwann angefangen hat. Das läuft dann so ab: Wenn ich den Laptop ausmache, ist das für sie das Signal, dass jetzt gleich Schlafenszeit ist. Meistens schnappe ich mir noch ein Buch oder wie im Moment häufig meinen eBook-Reader und lese noch eine halbe, Dreiviertelstunde. Conina kommt dann zu mir und kuschelt sich in die Armbeuge des Armes mit dem ich das Buch oder den Reader halte, dieses/dieser wird ein paar Mal schnurrend gestupst und dann liest sie mit. Jedenfalls sieht es so aus. 

In letzter Zeit schlafen wir auch öfters mal gemeinsam ein, das heißt, sie liegt irgendwo auf mir oder an mich gekuschelt, meistens so, dass sie einen meiner Arme "umarmt". Oder sie kuschelt sich an meinen Rücken oder wir machen "Löffelchen". 

Wenn ich schlafe, lassen meine beiden mich schlafen. Es kam bisher höchst selten vor, dass sie nachts Radau gemacht haben oder über's Bett bzw. mich tobten oder mich viel zu früh morgens geweckt haben. Im Gegenteil, erst wenn Conina merkt, dass ich wach werde, kommt sie angeschnurrt, kuschelt sich an mich und putzt mir das Gesicht oder den Arm. Auch am Wochenende, wenn ich länger schlafe, ist das so. Nach dem morgendlichen Begrüßungsputzer wird kurz gekuschelt, bevor es gemeinsam ins Bad geht, wo sie mir, meist auf dem Badewannenrand, Gesellschaft leistet, während ich mich fertig mache. Allerdings mag sie Haartrockner nicht, sie haut schon ab, wenn ich ihn nur zur Hand nehme, ist aber sofort wieder da, wenn ich damit fertig bin

Pasha ist eher ein Morgenmuffel, der erst ein Weilchen nach uns sein Körbchen verlässt und er kommt eher selten mit ins Bad. Mal abgesehen davon, wenn ich ein Bad nehme, dann kann ich mich zu 99% darauf verlassen, dass er, sobald ich grad so richtig schön entspanne, kommt - und einen fetten, stinkenden Haufen ins Katzenklo setzt. Augenverdreh. Ich werde sicher gleich wieder in diesen Genuss kommen, denn ich habe ein Vollbad geplant.

Fazit: Ich bereue die Entscheidung nicht, sie mit ins Schlafzimmer gelassen zu haben. Im Gegenteil. Ich genieße es. Sollte es irgendwann mal einen neuen Mann in meinem Leben geben, mag das vielleicht ein Problem werden, da sie ja dann ihre Betthälfte abgeben müssten. Aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist und momentan ist es nach wie vor so, dass ich keine Interesse, keine Sehnsucht nach einem neuen Partner habe.

Kommentare:

  1. Oh ja, auch bei uns darf die Katzenbande - da reine Wohnungskatzen - mit ins Bett. Das wird nur problematisch, wenn sie zu dritt sind (alle vier hat noch nicht geklappt, unsere Jüngste ist ein Mama-Kind und dementsprechend nicht bei mir, sondern bei der Frau Gemahlin zu finden) und hartnäckig ihre Position halten wollen. Denn dann liege ich schon mal etwas - ähm - verdreht beim Wachwerden. Außerdem strahlen die eine enorme Hitze aus.

    Aber ohne die Bande kann ich mir das nicht mehr vorstellen.

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    1. Bevor ich umgezogen bin, waren es ja bei mir bzw. uns auch vier Katzen, dazu alles Langhaarkatzen. Das Schlafzimmer war der einzige Ort an dem man sich haarfrei einkleiden konnte. Ich merk schon, dass ich jetzt, auch wenn es nur noch zwei sind, deutlich öfter zur Bürste/Fusselrolle greifen muss.

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  2. So bin ich aufgewachsen.. schon als Kind hatte ich eigentlich immer eine Katze im Bett, das hat erst aufgehört, als ich einen Katzenallergiker geheiratet habe.... und mein Sohn hat das leider geerbt. Also keine Katze mehr.... dafür einen Pudel ;-)

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    1. Mein Schatz war auch ein bisschen allergisch, allerdings anscheinend nur auf Kurzhaarkatzen, bei unseren Coonies hatte er zum Glück nie Symptome. Ich hatte nur als relativ kleines Kind mal eine Katze, an die ich mich aber nicht mehr wirklich erinnern kann, dann erst wieder mit fast 30. Inzwischen kann ich mir ein Leben ohne Katzen kaum noch vorstellen. Ich glaube, es ist für mich fast Bedingung, dass der nächste Partner kein Katzenallergiker sein darf und sie natürlich mögen muss.

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  3. Meine dürfen, trotz kleiner Wohnung nicht ins Schlafzimmer. Gerade weil ich schon so lange single bin, ist das sehr schwer. Aber die wenig Katzenhaarbefallenen Sachen geben mir Recht. Und ich hoffe eher, irgendwann doch mal wieder mein Bett zu teilen und will sie dann nicht umgewöhnen... witzig, es scheint immer Gründe für und wider zu geben. Deine beiden sind ja auch sehr schmusig. :) Voll schön... ich mach jetzt auch Sofaabend mit meinen Jungs...

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    1. Jo, ich muss, wie ich oben in der 1. Kommentarantwort schon schrieb, nun deutlich mehr bürsten/rollern, aber das nehme ich in Kauf. Der nächste potenzielle Partner muss wohld damit leben, dass ich Bettkatzen habe und sein Revier dann halt verteidigen. :D

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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