Samstag, 21. September 2013

Gasverbrauch - woah oder im Rahmen?

Gestern auf den Tag genau war ich ein Jahr Gaskunde. Mein erstes Jahr, denn bisher hatte ich nie eine Wohnung in der Heizung und Warmwasser über Gas liefen (gekocht wird nicht mit Gas). Ich habe vorhin mal den aktuellen Zählerstand abgelesen und ausgerechnet, wieviel kWh ich im genau einem Jahr vebraucht habe. Ehrlich gesagt war ich dann doch ein wenig schockiert, mein Verbrauch für 1 Person/50qm beträgt 8.615 kWh. Ich hatte weniger erwartet. Allerdings hab ich eben wirklich noch absolut keine Erfahrung mit Gas und weiß daher nicht, was normal oder eben nicht normal ist. Es gibt Informationen im Netz nach denen ich so ca. 1.500 - 2.000 kWh über dem durchschnittlichen Verbrauch liege und andere Quellen, nach denen ich deutlich drunter liege oder eben welche, nach denen mein Verbrauch absolut im Rahmen ist.

Dass eine Nachzahlung auf mich zu kommt, ist jedoch recht sicher. Aber wenn ich meinen aktuellen Abschlag berücksichtige und ich halbwegs richtig gerechnet habe, wird's wohl nicht mehr als 70 Euro, eher weniger. Das finde ich zwar auch nicht prickelnd, aber wenn ich so sehe, was andere nachzahlen mussten/müssen, dann käme ich wohl noch ganz gut weg. Und ich hoffe, ich habe richtig gerechnet - oder mich doch zu meinen Gunsten vertan. ^^

Falls hier noch andere "Gasheizer" mitlesen, was meint ihr? Hab ich extrem viel verbraucht oder ist es relativ normal? Immerhin hatten wir ja dieses Jahr doch eine recht lange Heizphase dadurch, dass es so lange kühl war. Zudem wohne ich in einem Altbau, der zwar saniert, aber nicht optimal isoliert ist und meine Therme ist nicht die Neueste. Überprüft wurde sie das letzte Mal vor knapp 4 Wochen. Nachtrag: Und ich habe den Keller unter mir.

Momentan bin ich noch beim städtischen Anbieter, der vielleicht nicht grade der günstigste ist, aber ich wollte ein komplettes Jahr dabei bleiben, um eben auch realistische Vergleichszahlen zu haben, falls ich wecheln will. Und der Vergleich ist auch so eine Wissenschaft für sich. Was auf den ersten Blick deutlich günstiger aussieht, ist es nach einem Blick in die Tarifdetails oft nicht wirklich. So arg viel tun sich die ganzen Anbieter da irgendwie sowieso nicht.

Wenn ich komplett alleine wäre, würde ich mich im Herbst bzw. Winter auch viel öfter mit ein oder zwei Decken begnügen und weniger heizen, aber ich habe ja auch zwei Stubentiger, die jetzt schon anfangen, viel mehr zu kuscheln, also Wärme zu suchen. Noch habe ich die Heizung nicht an, aber so ganz langsam ist's morgens im Bad schon ein bisschen frisch.


Kommentare:

  1. Ich denke, das liegt bei dir völlig im Rahmen. Ich selbst verbraucht erheblich mehr, liege im Jahr bei etwa 13000 kwh. Das liegt aber daran, dass meine Wohnung generell sehr kalt ist - unter mir ist der Keller und das Haus ist schlecht isoliert. Ich musste auch jetzt schon anfangen, zu heizen, obwohl ich mir immer wieder schwöre, nicht vor Mitte Oktober zu heizen. Klappt nie.
    Ich kriege glücklicherweise jetzt eine neue Therme und hoffe, dass mein Verbrauch damit erheblich zurückgeht. Habe dann auch ein Digitalthermometer, wo ich die Heizzeiten einstellen kann. Das wird sicherlich ne Menge bringen.

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    1. Danke für's Feedback. Ich lebe auch Erdgeschoss, hab also ebenfalls Keller unter mir. Zum Glück habe ich so ein Thermometer, über das ich einstellen kann, wann wieviel geheizt wird. Das macht sicher einiges aus, ja.

      Von wegen schlecht isoliert: Im Winter, bzw. wenn es kalt wird und ich anfange zu heizen, muss ich eine Decke vor's Schlafzimmerfenster. bzw. unten an den Rahmen legen, weil es da wie Hechtsuppe zieht, obwohl die Fenster relativ neu sind und eigentlich dicht sein sollten. Werde wohl dieses Jahr mal zusätzliches Isolierband einkleben.

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  2. Hmmmmm... mir kommt es recht viel vor...

    Wir heizen eine 80qm Dachwohnung auf Stufe 3 bis 4 (geht bis Stufe 9) mit einer 20 Jahre alten Vaillanttherme und mit Gas vom "Standardanbieter" (Stadtwerke) - und auch alle Zimmer (also inkl. Schlafzimmer). Allerdings schalten wir den Heizkreis für die Heizkörper im Sommer aus, so dass die Therme in der Zeit nur anspringt, wenn man Heisswasser möchte. Wir verbrauchen im Jahr so um die 6300kWh, letztes Jahr waren es ausnahmsweise mal etwas mehr, um die 7100kWh, da wir ordentlich geheizt haben - war ja recht lange kalt. Als Abschlag heisst das momentan 55€ pro Monat.

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    1. Der Heizkreis ist bei mir auch komplett aus, solange ich nicht tatsächlich auch die Heizung anmache. Im Winter waren die Heizkörper in allen Zimmern im Betrieb. Einen Heizkörper, z.B. Küche ganz aus lassen sollte ich eh nicht, sagte man mir mal, wobei ich den in der Küche aber nie volle Pulle aufhatte. Und wie bei euch springt die Therme (Junkers Cerastar, Baujahr keine Ahnung - aber definitiv ein paar Jährchen auf dem Buckel) nur an, wenn ich heißes Wasser anmache.

      Im Wohnzimmer hängt der zentrale Temperaturregler, an dem ich die Raumtemperatur und die Heizzeiten einstellen kann, ich glaub der stand so bei ca. 23 Grad. So zwischen 20 und 6 Uhr hatte ich in der Heizperiode meine "Sparzeit". Mein Gasabschlag liegt aktuell bei 60 Euro.

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    2. P.S. Ich weiß es nicht mehr wirklich, aber ich meine, ich hätte irgendwann die Raumtemperatur auf 22 Grad runtergestellt. Drunter wurde es, meine ich, nicht warm genug.

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    3. Einen zentralen Temperaturregler gibts bei uns nicht - nur die normalen Thermostate an den Heizkörpern. Im Bad der HK brummt im Winter immer auf höchster Stufe, weil es da - warum auch immer - extrem schlecht warm wird (u.a. wahrscheinlich, weil der HK da nicht unterm Fenster ist). Im Wohnzimmer steht der HK auf 3, für etwa 24Grad, Schlafzimmer 1,5 oder 2, Küche 1. Nachts drehe ich nicht runter, sonst wirds ruckzuck kalt :(

      Demnächst sollen wir eine neue Therme kriegen, bin mal gespannt ob das dann was ausmacht - vor allem auch beim Stromverbrauch. Denke mal dieses uralte Ding ist nicht gerade A+++ :/

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  3. Wenn bei Ihnen der Raumfühler (Regler) der Therme im Wohnzimmer installiert ist, sollten dort auch die Thermostatventile am Heizkörper/an den Heizkörpern komplett geöffnet (Stellung 5 oder größer, also bis Anschlag) werden. Das Wohnzimmer ist ja der "Führungs-/Referenzraum" für die Therme.

    Auch sollten Sie beachten, dass bei einer Kamingebundenen Therme Frischluft für die Verbrennung benötigt wird. Da kann es gefährlich werden, wenn die kpl. Wohnung abgedichtet ist! Stichwort CO2 (bzw. Kohlenstoffdioxid)

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    1. Danke für die Tipps. Ich habe auch gar nicht vor, sämtliche Fenster abzudichten, aber zumindest das im Schlafzimmer (da zieht es extrem) und evt. auch das im Wohnzimmer, das Fenster in der Küche, wo die Therme ist, bleibt wie es ist. Zudem kommt denke ich auch noch Frischluft durch den Schlitz an der Wohnungstür, die im Prinzip keine 3m von der Therme weg ist. Die Tür zur Küche, die auch Tür zum Flur ist, ist immer auf.

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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