Freitag, 30. August 2013

Beschweren oder nicht beschweren?

Bin leicht angepisst. Der aktuelle Hermes-Zusteller (ich hoffe, es ist nur eine Urlaubsvertretung) belässt es nur bei einem, statt bei drei Zustellversuchen, zu denen er laut Hermes verpflichtet ist.

Wobei, doch, er stellt zu - an einen Nachbarn, wie auf dem Benachrichtigungszettel zu lesen ist. Allerdings wohnt dieser "Nachbar" nicht hier im Haus, geschweige denn in der selben Straße, sondern ist ein Versicherungsbüro, das gute 10 Minuten von mir entfernt und absolut nicht auf meinen Wegen liegt. Das nenne ich nicht wirklich Nachbar.

Mein tatsächlicher Nachbar hier im Haus, der für uns Hausbewohner oft Pakete annimmt, wäre übrigens da gewesen, sowohl letzte Woche Freitag, als auch heute, als eine Nachlieferung zugestellt werden sollte. Montag werde ich dann wohl mal zu jenem Nichtwirklichnachbarn laufen, in der Hoffnung, dass nicht die erste Sendung (die ich durch den Besuch meiner Ma, die ein paar Tage bei mir war, bis heute total vergessen hatte) schon wieder zurück gesendet wurde. Dann werde ich wirklich sauer!

Möglicherweise arbeiten der Hermesbote und das Versicherungsbüro ja auch zusammen und das ist deren Art, Leute ins Büro zu bekommen, um denen Versicherungen anzudrehen. Ich werde es Montagnachmittag herausfinden.

Ich hätte gute Lust, mich bei Hermes über den Zusteller bzw. dessen Art und Weise der Zustellung zu beschweren. Aber a) bringt es was? und b) mache ich mir damit den Zusteller nicht möglicherweise zum "Feind"? Keine Ahnung, wie nachverfolgbar solche Beschwerden sind. Und ja, ich weiß, dass das ein mieser, schlecht bezahlter Scheißjob ist, bei dem die Fahrer ziemlich unter (Zeit)Druck stehen und wohl nicht selten 12 Stunden am Stück unterwegs sind. Bringt eine Beschwerde beim Händler, bei dem ich die Bestellung aufgab etwas? Die Alternative, dort nicht mehr zu bestellen, gibt es für mich nicht wirklich. Das ist auch eine gewisse Bequemlichkeit, das gebe ich offen zu.

Kommentare:

  1. Hoffentlich bekommst du deine Lieferung noch ... So eine Käse :-(

    Wenn ein Händler über Hermes verschickt, bestelle ich grundsätzlich nicht. Eiserne Regel ;-) ich hab da auch meine schlechte Erfahrungen mit denen gemacht ...

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    1. Irgendwie tun sich alle Paketdienste nicht viel, selbst mit DHL hatte ich schon Probleme. Am Schlimmsten war es aber mit GLS. Die sind für mich inzwischen ein No-Go. Bisher war der Hermesbote, der das Gebiet hier gemacht hat, echt top! Immer freundlich, immer gut gelaunt und hat auch mal mehrere Leute im Haus angeklingelt, wenn ich nicht da war. Oder hat's halt ein zweites und drittes Mal probiert. Dehalb hoffe ich wirklich, dass das grad eine Urlaubsvertretung ist. Würde ungern nichts mehr bei dem Händler bestellen. :(

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    2. Also GLS boykottiere ich ebenfalls nachdem der eine Zusteller hier eine Aktion gebracht hatte, die unter aller S** gewesen ist. Der Typ hatte die Lieferung Kopierpapier einfach unten am Eingang zum Parkplatz stehen lassen, obwohl sich der Zustellpunkt - eben dort, wo die Lieferung hingehört hätte, im 1. Stock im Gebäude gewesen wäre, bloß war der ca. 23-jährige freche K*cker zu faul gewesen, die Pakete nach oben zu bringen und meinte, wir sollen das selbst machen. Als ich ihm erklärte, dass dies sein Job sei, beschimpfte mich der Knilch noch mit Ausdrücken übelster Art, woraufhin ich mich schriftlich bei seinem Arbeitgeber beschwerte.

      Glaub bitte nicht, dass der eine Entschuldigung gebracht hätte, aber wir hatten dann wenigstens 14 Tage lang einen anderen sehr netten und hilfsbereiten Zusteller, bloß bei der nächsten Lieferung war es dann wieder die gleiche freche S*ck.

      Daher bestelle ich seitdem nicht mehr über GLS.

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    3. GLS hat hier auch schon zwei Blogeinträge:

      Nr. 1

      Nr. 2




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  2. Bietet dein Verkäufer keine Alternativen für die Versendung an?
    Dem Verkäufer würde ich es auf jeden Fall melden. Ich sitze selbst beruflich an der Verkäuferposition und möchte immer wissen, wenn was schief läuft, damit ich beim Spediteur Beschwerde einlegen kann. In Fällen von Fremdzustellung bestehe ich dann darauf, dass die Ware bei dem vermeintlichen Nachbarn abgeholt und korrekt zugestellt wird. Da wirst du bei Hermes vermutlich schlechte Karten haben, aber ich würde es mal versuchen...
    Direkt bei Hermes beschweren ist vermutlich ziemlich zwecklos. Die Nerven kannst du dir sparen. Selbst wenn der Zusteller einen auf den Sack kriegen sollte - ändern tut das nichts. Wahrscheinlicher ist auch, dass deine Beschwerde dort nur in der Rundablage landet, ohne dass was passiert. Einen was-zu-sagen-haber wirst du in der Service Hotline nicht erwischen.

    Echt ärgerlich dieser Mist. Drücke dir die Daumen dass es Montag ohne Versicherungsgeschwaller funktioniert!

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    1. Nein, leider werden keine Alternativen angeboten. Ich denke, bevor ich riskiere, dass die Ware wieder an den Händler Retoure geht, hole ich sie lieber ab und versuche das mit der korrekten Zustellung erst gar nicht. Vermutlich wird eine Beschwerde beim Händler wirklich noch am meisten Sinn machen. Ich habe auch schon zu dieser Variante tendiert, u.a. weil ich weiß, dass sich drum gekümmert wird, naja, zumindest drauf reagieren tut man. ^^

      Danke für's Daumendrücken.

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  3. Das Verrückteste, was wir mit Hermes erlebt haben, war eine Zustellung im Garten. Der Bote war einfach durchs Gartentor hinters Haus gegangen und hatte dort ein Paket neben der Wasserzapfstelle deponiert, natürlich ohne entsprechenden Hinweis im Briefkasten. Leider fiel uns das erst nach einigen Tagen auf und da war es schon ordentlich durchgeweicht. Bis heute ist uns nicht klar, wie er das mit der Unterschrift hinbekommen hat........

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  4. Hör mir bloß auf mit Hermes. Das ist hier im Ort das Letzte überhaupt! Ich hatte mir Schuhe bestellt und bekam dann in der Sendungsauskunft die Mitteilung, daß meine Adresse falsch ist, haha. Und das, obwohl ich seit fast 20 Jahren hier wohne. Und dann auch noch zu einer Uhrzeit, zu der ich definitiv zuhause war. Ich hab umgehend eine Beschwerdemail an das Versandhaus geschrieben. Als Antwort kam, sie würden mir die Schuhe die Woche drauf noch mal schicken. Lustigerweise kam genau die Sendung, die angeblich nicht zustellbar war, einen Tag später (allerdings bei Nachbarn im Haus) an - die beiliegende Rechnung war vom Tag VOR meiner Mailbeschwerde :)
    Auf meine erneute Mail ans Versandhaus, daß ich für den miesen Service die Versandkosten von 5,95 EUR um 3 EUR kürzen würde, kam die Antwort, ich dürfe die Versandkosten komplett abziehen.
    Es lohnt sich also, sich bei den Händlern zu beschweren. Meiner hier schickt übrigens auch nur per Hermes, alternativ an einen Hermes-Shop, wo man dann abholen könnte...

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    1. Jo, die Alternative Hermes-Shop hätte ich auch noch und habe ich auch schon wahrgenommen, allerdings eher ungern, weil der, von dem ich wusste und der mir in der Shop-Suche angezeigt wurde, etwas blöd liegt und auch blöde Öffnungszeiten hat. Hab vor Kurzem aber zufällig einen anderen Shop entdeckt, der genau auf meinem Arbeitsweg nicht weit von der Bahnhaltestelle, an der ich umsteigen muss liegt. Mal sehen, ob ich demnächst dahin schicken lasse. Hab ja immer noch die Hoffnung, dass es wirklich nur eine Vertretung ist.

      Ich warte noch ab, ob ich morgen alle beiden Sendungen im Versicherungsbüro bekomme und werde dann eine Beschwerde an den Händler schicken.

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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