Dienstag, 9. Juli 2013

Und da war sie hin, die ganze schöne Entspannung

Nach der Arbeit bin ich in die Quadrate (für Nichtmannheimer,  die Mannheimer Innenstadt) gefahren, weil ich noch was besorgen musste und mit dem Entschluss, das mit einem Besuch in einem Straßencafé zu verbinden um bBb zu betreiben - bleiche Beine bräunen - und um das Loch in meinem Magen zu stopfen. Das tat ich bei einem leckeren gemischten Salat mit viel frischen, kurz gebratenen Pfifferlingen an einer Kerbel-Joghurt-Soße und einem halben Liter Wasser. Ich hab gute anderthalb Stunden erst essend und dann lesend entspannt. Dann ging's nach Hause.

Kurz bevor ich aus der Bahn aussteigen musste, kramte ich schon mal nach meinem Schlüsselbund, damit ich das nicht erst vor der Haustür tun muss. Ich kramte jedoch vergeblich. Da hab ich mir noch nichts bei gedacht, denn die heutige Tasche ist groß (wegen der Besorgungen und lieben tue ich sie auch heiß und innig) und hat vier Fächer!

Als ich aus der Bahn raus bin, hab ich gründlicher gesucht. Nix. Erste leichte Panik stieg auf. Ich hab die Tasche geschüttelt und es klang, als sei der Schlüssel da drin. Ich bin zur Bank an der Haltestelle und hab die Fächer nach und nach ausgeräumt. Nix. Außer viel loses Kleingeld. Dann war das wohl das Klimpergeräusch. Handy gezückt und im Büro angerufen, ob ich ihn da hab liegen lassen. Mein Chef war so lieb und hat mein Büro durchsucht. Nix. Größere Panik. Ich hab dann erstmal meinen Nachbarn angerufen, um zu hören ob er da ist und mich reinlassen kann. Konnte er und tat er. Ich hatte ja noch die leise Hoffnung, dass ich den Schlüsselbund auf der Wohnungstür hab stecken lassen. Aber ihr ahnt es schon. Nix. Im Geiste sah ich mich schon den teuren Schlüsseldienst rufen, nachdem ich erfolglos in den Läden und in dem Café angerufen hätte, in denen ich war.

Beim Nachbarn in der Wohnung habe ich nochmal die komplette Tasche leer geräumt und hab alles abgetastet. Und da fand ich es. Ein Loch in einer der Ecken. Und als ich da meine Finger durchsteckte, bekam ich meine Schlüssel zu fassen. Puuuuuuuuuuh!

Die Tage werde ich erstmal, was ich schon längst vorhatte, Wohnungs- und Haustürschlüssel nachmachen lassen und sie beim Nachbarn deponieren. Hab so gar keine Lust auf teuren Schlüsseldienst.

Meine Ma bemerkte dazu: "Adrenalin-Junkies müssen sowas teuer bezahlen, und du kriegst das umsonst."Meine Antwort darauf: "Mir wäre meine Sonnen-Straßencafé-Entspannung, die mich ja auch Geld gekostet hat, aber lieber noch was erhalten geblieben." 

Auf einen entspannten Abend!

Kommentare:

  1. Oh, ja, sowas ist wirklich fies - vor allem die Panik, die dabei in einem hochsteigt (das wird nur noch von "Handy weg" und "Geldbörse weg" getoppt). Aus dem Grund nähe ich in jede meiner Taschen einen Schlüsselfinder. Kostet zwar etwas Zeit, schont aber die Nerven...

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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