Freitag, 5. Juli 2013

Blind Date mit einem Buch

Ich habe, glaube ich, schon mindestens zweimal von der Seite www.xtme.de berichtet. Dort hole ich Bücherjunkie mir meine (mit wenigen Ausnahmen) tägliche Dosis eBook(s) für meinen Kindle. Auf xtme werden täglich kostenlose deutsche eBooks vorgestellt, die meist nur kurze Zeit gratis sind. Das sind Bücher aus allen Bereichen, Krimis, Lovestories, Dramen, Komödien, Kinderbücher, auch Sachbücher, Ratgeber, Kochbücher, Biographien - eben alles, was der Büchermarkt so an Themen und Genres hergibt. Auf phantastik.xtme.de werden die Fantasy- und SciFi-Fans fündig und auf www.englishbooks.xtme.de die, die gerne auf Englisch lesen. Und www.erotik.xtme.de will ich natürlich auch nicht unterschlagen, ich denke, die URL ist, was die dort zu findende Literatur angeht, selbsterklärend. ;) Neben den kostenlosen eBooks werden auf allen Seiten übrigens auch preisreduzierte vorgestellt.

Aber vorsicht! Das macht wirklich süchtig, ich bin inzwischen eigentlich für die nächsten Jahre mit genug eBooks versorgt. Ich kaufe aber durchaus auch noch welche, auch zum vollem Preis, denn nur gratis zu lesen, das macht mir irgendwie ein schlechtes Gewissen. Und ja, ich lese durchaus auch noch echte Bücher, die man anfassen und ins Regal stellen kann. Aber meinen Kindle möchte ich nicht mehr missen.

Doch wovon ich eigentlich berichten will:

Etwas was ich heute entdeckt habe, ist lesen.xtme.de, dort kann man quasi ein Blind Date mit einem Buch haben. Ich zitiere mal aus den FAQs: "Auf der Homepage finden Sie stets einen zufällig ausgewählten Text. Ein “Blind Date” mit einem Buch. Vielleicht genau die Geschichte, auf die Sie gewartet hatten? Bei “Blind Dates” gibt es immer wieder Überraschungen…"   

Rechts kann man sich aber aus der Tag-Cloud Texte zu speziellen Themen und Genres heraussuchen. Man erfährt zunächst nichts, weder Autor noch Titel, nur aus welchem Bereich der Text ist, den man grad liest ist, zum Beispiel Science Fiction und Kurzgeschichten. Wenn einen das Gelesene neugierig gemacht hat und man mehr will, gibt es drunter einen Link zu Amazon, wo man das eBook dann erwerben kann. Diese Bücher sind in den meisten Fällen nicht kostenlos, aber fast immer sehr günstig.

Ich finde das eine tolle Idee und werde das in Zukunft öfters mal nutzen.


From Millan.Net

Kommentare:

  1. Kann ich verstehen, hab auch eine Affäre mit dem Kindle :D danke für die Links :P

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    1. Nur mal so: ich habe über 4000 gedruckte Bücher. Und was ist denn im Buchladen anders, wenn du dir ein unbekanntes Buch zur Hand nimmst? Du hast je nach Format nen Klappentext und eine kurze Zusammenfassung, worum es geht und wenn man will, liest man noch ein paar Zeilen probe. Auch das ist ködern. Auch da hat man keine Garantie ein gutes Buch zu kaufen.

      Mein Kindle ist für mich eine Ergänzung meiner Bibliothek, mit ihm habe ich immer etwas zu lesen dabei und zwar eine kleine digitale Bibliothek, die kaum Platz und Gewicht wegnimmt und der sich übrigens auch etliche Klassiker befinden. Denn die gibt es in großer Zahl, weil Urheberrechte abgelaufen, permanent kostenlos. Und guck mal nach rechts in die Spalte, da findest du die Silhouette eines lesenden Jungen und daneben den Satz "I pledge to read the printed word". Das steht da mit Grund. Es gibt Autoren, die ich mir nur als Printausgabe hole.

      Aber mal ganz abgesehen davon, selbst wenn jemand nur eBooks lesen würde, sagt das allein rein gar nichts darüber aus, WAS er liest und wofür er sich interessiert.

      Das hier "Mit Deiner Interpretation kommst Du dem EDEKA-Katalog schon sehr nahe: Man isst, was man ist. Mahlzeit." verstehe ich nicht wirklich. Was soll das aussagen? Hat Edeka nur schlechte Qualität oder wie? Wenn das so gemeint ist, dann fände ich das ziemlich, hm, elitär. Und es ist meiner Meinung nach Blödsinn.

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    1. Ich mag elitäre Menschen nicht, die über andere die Nase rümpfen, nur weil sie andere Meinungen und Geschmäcker haben und sich nicht in deren elitären Kreisen bewegen. Geschätzte 75% meiner Bücher stammen aus dem Bereich Science Fiction und Fantasy. Der Rest kommt aus allem möglichen Bereichen, auch Kafka, Dürrenmatt Novalis, Heinrich Heine und Shakespeare sind da u.a. zu finden. Die stehen da auch nicht nur als Deko, sondern wurden und werden gelesen. Trotzdem sind mir andere Bücher lieber.

      Und ich hab Bibliothekswesen studiert. :P

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  4. Nur weil man ein Kindle besitzt heißt dass doch noch lange nicht dass man keine richtigen (Papier)Bücher mehr liest. Ich finde das Kindle praktisch wenn ich auf Reisen bin und das bin ich oft. Und habe auch im Ausland zugriff auf gute Literatur. Ich denke eine gesunde Mischung machts, außerdem sollte man mit der Zukunft gehen, sorry, aber wenn jeder so denken würde wie lautleise hätten wir heute noch kein Internet... Offen sein für neue Dinge und nicht gleich alles verteufeln...


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  5. PS... Herr lautleise, warum lesen Sie eigentlich Blogs? Ich höre kein Papier knistern...

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    1. Da sind wir völlig der gleichen Meinung, klar sollte ein Künstler, sei er nun schreiben, musikschaffend, malend, was auch immer entsprechend seinen Leistungen bezahlt werden. Das eBook schließt das aber doch nicht aus? Ich sehe das sogar eher als Chance für Autoren, tatsächlich gelesen zu werden und somit auch Geld zu verdienen.

      Wenn es aber um so Seiten wie xtme geht, die aktuell und nur für kurze Zeit kostenlose eBooks vorstellen, dann sind da viele Autoren dabei, die sich selbst verlegen, weil z.B. kein Verlag sie haben wollte, was gar nichts über die Qualität des Geschriebenen aussagt. Ich habe keine Zahlen, aber ich persönlich habe durchaus schon Nachfolgewerke gekauft, weil mir das kostenlose eBook so gut gefiel.

      Oder es werden die ersten Bücher einer Reihe (besonders im Fantasy- und SciFi-Bereich) kostenlos als Werbung für die Reihe angeboten. Die Nachfolger gibt es dann nicht mehr kostenlos. Auch das habe ich schon einige Male genutzt und dann die Folgebände gekauft. Auch bei eBooks aus Verlagen ist es das, Werbung, die letztendlich den Umsatz steigern soll.

      Kindle-eBooks (und die der meisten anderer Anbieter) lassen sich auch nicht so einfach "weiterverteilen", eben auch aus Copyright-Gründen. Klar kann man sagen, dass man das umgehen kann, allerdings nicht ohne einen gewissen Aufwand. Illegale Kopien gab es schon immer, z.B. auch im Falle Zettel's Traum. ;)

      Ich besitze keine illegalen Kopien, weder was eBooks angeht, noch was gedruckte Bücher angeht und ich verteile auch keine.

      Das deutsche Verlagswesen ist eh ein ganz spezielles, wenn man es mal mit anderen Ländern vergleicht, insbesondere das Vorgehen, erst ein ziemlich teures Hardcover auf den Markt zu schmeißen, bevor irgendwann das günstigere Taschenbuch nachfolgt. Und ja, ich weiß, dass es tatsächlich oft nicht möglich ist, ein Hardcover günstiger anzubieten, die Gewinnmargen sind abzüglich aller Kosten, nicht so wahnsinnig hoch, wie viele vielleicht meinen.

      Ja, das Verlagswesen wird sich vielleicht in seiner bisherigen Form verabschieden, ob das aber unbedingt negativ zu sehen ist, da habe ich meine Zweifel. Ich sehe das eher als Chance, sofern die Verlage bereit sind, umzudenken und sich, zumindest ein Stück weit, der digitalen Welt anzupassen. Und genau da hat's lange gehakt, erst so langsam beschreiten sie die neuen digitalen Wege.

      Ein gedrucktes Buch ist was tolles, der Geruch, das Gefühl, auf alle Fälle nicht vergleichbar mit einem eBook. Und ich möchte wie gesagt auch nicht darauf verzichten. Aber ich sehe mich als ein "Kind des digitalen Zeitalters" und als solches nutze ich eben auch digitale Angebote.

      Und letztendlich, ob eBook oder gedruckt - Hauptsache man liest! Auch ein "Schundroman" kann die Fantasie anregen, den Alltag vergessen lassen. Und darum geht's mir beim Lesen in erster Linie.




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    2. P.S. Als ob das nicht schon lang genug wäre: Was ich traurig finde, ist, dass so viele kleine Buchläden von Ketten verdrängt werden. Und auch wenn ich viel im Internet bestelle, ich besuche immer noch Buchläden.

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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