Mittwoch, 29. Mai 2013

Sich selbst was Gutes tun...

Ich habe mich verändert. Früher habe ich so Dinge, wie mich allein in ein Café oder Restaurant setzen oder alleine ins Kino gehen nie gemacht. Bis auf zwei Ausnahmen als Teenie und da habe ich mich beide Male nicht sonderlich wohl gefühlt. Damals war ich aber auch ein extrem schüchterner Mensch mit sehr wenig Selbstbewusstsein. 

In der letzten Zeit habe ich es öfters mal gemacht, mir meinen eBook-Reader oder ein richtiges Buch geschnappt und mich vorzugsweise in die Sonne in ein Café gesetzt und es mir gut gehen lassen.

Heute habe ich nach der Arbeit beschlossen, mir einen Verwöhnnachmittag zu gönnen. Zuerst war ich ein wenig in der Rhein-Galerie in Ludwigshafen bummeln, was den Vorteil hat, dass es egal ist, wie das Wetter ist, denn es ist ja alles überdacht. Gekauft habe ich nichts, aber wieder zurück in Mannheim habe ich mich in ein Restaurant gesetzt, mir gegrillte Hähnchenbrust mit Thymiankartoffeln bestellt, etwas gelesen und beschlossen, dass ich ins Kino gehe und mir den neuen Star Trek anschaue. In 3D und in der Originalversion. 

Ich hatte einen perfekten Platz - (fast) hinten Mitte. Und Spaß hatte ich. Ein bisschen war es, als säße Schatz neben mir. Denn das wäre ein Film gewesen, den wir zusammen geschaut hätten. So wie den Vorgänger. 

Und ich habe mich rundum wohl gefühlt. 

Kommentare:

  1. Recht so! Für mich wäre das auch ein Wohlfühlprogramm, bis auf Hähnchen und Kino. Ab und zu eine kleine Auszeit ist wichtig. Schön, dass Du es geniessen könntest.

    Liebe Grüsse,
    Pia

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  2. Gratulation!

    Ich bin seeehr froh, dass Du Dich diesbezueglich dann wohl zum Positiven geaendert hast; damit bist Du naemlich auch viiiel freier und offener fuer das gesamte Leben um Dich herum = hat Vorteile - wirst sehen! ;-) :-)

    Bewundernden Schulter-Patscher und lG,
    G.

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    1. Schüchtern und wenig selbstbewusst bin ich schon etliche Jahre nicht mehr. Dieser Wandel hat so Mitte 20 angefangen, was ja nun auch in etwa 15 Jahre her ist. ;) Die Vorteile, die das hat, habe ich also auch schon vor einer ganzen Weile gesehen. :)

      Es war in den vergangenen Jahren nur eben so, dass ich lieber mit meinem Partner in ein Café/ins Kino etc. gegangen bin, als das allein zu tun. Das hatte aber nichts mehr damit zu tun, dass ich mich alleine unwohl gefühlt hätte, sondern es in (seiner) Gesellschaft einfach schöner war.

      Jetzt ist es so, dass ich aktuell niemanden mehr habe, der z.B. Lust hat, sich den neuen Star Trek anzuschauen, schon gar nicht auf Englisch. Die Liebe zur englischen Sprache hatten Schatz und ich gemeinsam. Englischsprachige Filme und Serien schaue ich mir nur noch sehr sehr ungern synchronisiert an. Mit ein Grund, warum ich kaum TV gucke. Da wird's schwierig, jemanden zu finden, der mitkommt.

      Aber danke für's Schulterpatschen. :)

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    2. Ja, stimme Dir zu: wenn nette 'Alternative' dann ja - sofort, denn manches Mal ist es nicht mal im Himmel schoen alleine zu sein.
      Aber, having said so: es gab da schon Zeiten, wo ich - obwohl zu Zweit - verdammt einsamer war, als wenn ich alleine gewesen waere.

      Das 'Alleine Ausgehen' oder 'Schuechternheit ueberwinden': tja, hab' ich sicher auch - obwohl immer nicht geglaubt - ordentlich intus, ABER: als Erstgeborene des Fam.-Mobs war ich immer
      a) erstes Versuchskaninchen
      b) der verantwortliche 'Kopf-Gewatschte'; da lernt man schnell Situationen zu loesen und suesse sonst hinderliche 'Weihmuetzen' zu pushen, damit denen und der Gesamtgruppe nicht schlimmeres passiert!
      c) schnell mal sogar ueber seine Kraefte zu entscheiden/beschliessen, wenn man nich puenktlich/schnell genug erfaehrt, wer vielleicht 'besser/staerker' fuer den 'Job' gewesen waere um dafuer unter eigenem Groessteinsatz - wieder - die Meute zu retten.

      Hab' mich allerdings fast todgelacht, als dann 'Die Zeit' fuer Bundesheer f. die juengeren maennl. Mitglieder des Mobs kam und die Fam. ausnahmsweise kein/sein uebliches Versuchskaninchen(werte) hatte (durch mich; da nicht fuer mich zutreffend). Nachdem die ganze restliche Familie derart hilflos und irritiert von einem zum Anderen guckte, bot ich denen dann an, mich wenigstens um jemanden zu erkundigen, der uns diesbezueglich 'weiterhelfen' koennte = man verbleibt wohl bei seiner einem EINMAL im Leben gut 'verpassten' Rolle ! ;-) (= 'Butter' bleibt auf dem Brot ;-) !)
      Gut, man entwickelt damit eine gute Fasade, welche dann irgendwann ohnehin kaum noch 'gekratzt' wird, weil schon eher gefuerchtet; aber w e h e es wird 'gekratzt' !
      Da ist es dann schon gut, wenn man beizeiten auch gelernt hat, dass man selbst nicht fehlerfrei, unantastbar, unverletzlich und dergl. ist, weil man sich sonst vor eigenem einem dann ueberraschenden Nicht-glauben-Koennen, sonst schon mal 'hoehere Teppichkanten' zum sich von dorten Herunterstuerzen sucht!

      Dein Problem mit fremdsprachigen Filmen kann ich verstehen; manchmal 'faellt' in den Uebersetzungen einfach zuuu viel weg (Untertitel erst = oh Graus) - jede Sprache hat schliesslich seine eigenen Feinheiten von Humor, Trauer usw.
      Bei mir war Lesen laaange Zeit besser ausgepraegt als die vocale Benutzung meiner Stimme in einer anderen Sprache, wo man schon mitunter Hemmungen hat 'sich selbst in einer anderen Sprache' zu hoeren. ABER, having said so: Sprech' ich Hochdeutsch bei meinen Eltern, 'frieren' die mir sichtbar vor Ehrfurcht ein. Als 'Der Zungendreher' bin ich bei ihnen (Fam.) sowieso fast gefuerchtet - seufz.
      Was ich auch noch beizeiten gelernt habe (KsD): die 'lebenden' Woerterbuecher SOFORT stoppen und fragen, wenn man wo 'haengt'/nicht kappiert hat (aus dem nur kurzem nachfolgendem Zusammenhang) sowie etwas was man per Woerterbuch/Schulbuch auch kaum erlernt, weil auch gewissen Fluktuationen/Modernisierungen o.ae. unterworfen: die Macht/Kraft eines Wortes zu bewerten, wenn es verschiedene fuer ein uns dieselbe Sache gibt. Denn die Ermangelung solchen Wissens ergibt es dann doch mitunter versehentlich fast neue 'Kriegs-Schauplaetze' . So z.B. das Wort "dismay" welches haeufigst zu wenig als 'Vorstufe zur Bekundung von Unmut' in deutschen Englisch-Kurzen gelehrt wird (= meinerzeits zumindest).

      - Fortsetzung folgt -

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  3. - Fortsetzung 2/2 -


    Ansonsten: Es ist immmmmer irgenwann fuer etwas die richtige 'Time' ! ;-)
    Auch wenn es ein uralter 'Schinken' ist und eigentlich einer politischen Partei hier zuzuordnen ist, es scheint irgendwie 'timeless' zu sein:
    http://www.youtube.com/watch?v=vqMCZBjvmD4&feature=player_embedded
    Classic It's Time Campaign Advertisement - ALP 1972

    In diesem Sinne: kaempf' Dich weiterhin gut durch, Maedel und vergiss nicht, dass 'Klein Bloggersdorf' mehr kann/koennen muss, als nur Bloedeln: auch mal bei Bedarf 'Schultern' zur Verfuegung stellen.

    Gaaanz liebste Gruesse,
    G.


    PS: Du wuerdest Dich kringeln, wenn Du wuessest, von welch 'unlikely Stelle' aus 'Klein Bloggersdorf' ich selbst gerade die beste, meiste und zuverlaessigste Hilfe bekomme und eeeextrem dankbar dafuer bin !!!

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  4. Ich freue mich für Sie. Es klingt nach einem sehr gelungenen Nachmittag und Abend. Das tut gut.

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  5. ich bin sehr beeindruckt, wie gut du deinen alltag meisterst!
    du hast all meinen respekt verdient.
    ich kenne leider auch leute, bei denen ähnliche situationen wie die deine zu absoluter schockstarre geführt haben...

    alles liebe für dich.

    yvi



    http://picturesandfood2013.blogspot.de/

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  6. Schön, dass du dir was Gutes getan hast. Hier im Urwald laufen leider keine engl.sprachigen Filme, ich hatte riesenglück, dass ich in den Genuss von Les Misérables gekommen bin, habe mich mit den Eigentümern des Kinos unterhalten, anspruchsvolle Filme werden hier schon boykottiert, da kannste dann mit fremdsprachigen überhaupt keinen Blumenpott gewinnen :-(

    Wenn ich noch imi Großstadtdschungel wäre, wäre ich selbstverständlich mit dir den neuen Star Trek gucken gegangen.

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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