Mittwoch, 15. Mai 2013

Durch den Wind und Katzenküsse

Heute Nacht habe ich von Schatz geträumt, beim Aufwachen war ich völlig durch den Wind und bin es irgendwie immer noch. Ich träume selten von ihm, aber wenn dann sind die Träume extrem intensiv und realistisch. Es sind selten durchgehend schöne Träume, oft ist irgendetwas Beklemmendes mit dabei. 

Das Szenario diesmal war, dass ich ins Krankenhaus komme und mir die Schwester freudestrahlend verkündet, dass Schatz wieder "der alte" ist, wach und ansprechbar und überhaupt nicht mehr verwirrt. Er hat sich irre gefreut, mich zu sehen und nahm mich übermütig in dem Arm. Diesmal war es also eigentlich nicht beklemmend, aber ich hatte nach dem Aufwachen trotzdem das Gefühl, dass mir etwas die Luft abschnürt, dass mir ein schweres Gewicht auf der Brust sitzt.

Das ging bisher nicht weg und ist jetzt immer noch da, wenn auch nicht mehr so schlimm. Ich habe heute früh nix auf die Reihe bekommen und in der Firma angerufen, ob es okay ist, wenn ich heute nicht komme, dafür aber morgen den ganzen Tag. Nochmal krank melden wollte ich mich nicht. War okay. Das ist der Vorteil, wenn man halbe Tage arbeitet, Nacharbeiten ist möglich. Zu oft sollte ich das aber nicht machen. 

Conina hat wohl gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Nachdem ich beschlossen hatte, mich wieder hin zu legen, kam sie und setzte sie sich neben meinen Kopf auf's Kissen und schnurrte wie blöde. Irgendwann fing sie an, mir "Kopfküsse" zu geben, so nenne ich es, wenn sie ihren Kopf gegen meinen bummst, sie drückt ihn dann auch wirklich gegen meine Lippen. Sie ist bisher auch die einzige Katze, die ich hatte, die es mag, wenn ich ihren Kopf nehme und knutsche, sie genießt das. 

Nach den Kopfküssen kuschelte sie sich neben mich auf's Kissen, ihr Hinterteil, also den Rücken, nicht den Fellpopo,  an meinem Kopf, so dass ich meine Nase in ihr Fell stecken konnte. Meinen Arm hatte ich angewinkelt ausgestreckt und sie legte ihr Köpfchen in mein Handfläche und umarmte meinen Arm. So bin ich dann wieder eingeschlafen, nein, so sind wir eingeschlafen.


Kommentare:

  1. Moeeeensch Maedel - kopfkratz und seufz !!!

    Scottie beamen, bitte: Big Hug(s) 'Barzahlung' noetig!

    LG, G.

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    1. Ist halt so. Denk halt grad wieder viel öfter an ihn, bzw. an die letzten Tage mit ihm. Nicht wirklich verwunderlich, so kurz dem "Jähren". Und der letzte Mai war ein Auf und Ab, mit Hoffnung, mit Freude über seine Fortschritte und dem Schock, als es dann der Rückfall und das zwar kopfmäßig erahnte Ende kam, das das Herz dennoch völlig unvorbereitet traf.

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  2. da wäre ich auch total durch den wind gewesen...fühl dich geherzt..

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    1. Danke dir. Ich denk grad viel an dich. <3

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  3. ...tiere sind einfach die besten seelefreunde ;-)
    lg aus wien

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    1. Mein bester Seelenfreund war mein Mann. Klingt jetzt vielleicht bitter, aber so ist es nicht gemeint. Er hatte ein unglaubliches Gespür dafür, wie es mir ging und dafür musste er nicht einmal in meiner Nähe sein, nicht mal meine Stimme hören, wie ich in den ersten 2 Jahren unserer Beziehung, als diese noch eine Fernbeziehung war oft erleben durfte. Allerdings war das umgekehrt genauso.

      Lieben Gruß zurück.

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  4. Trotzdem: Katzen spüren, wenn es einem nicht so gut geht und trösten auf ihre Art. Und wer noch nie eine schnurrende Katze auf dem Kopfkissen hatte, die einen auch noch anfaßt, weiß gar nicht, was Glück auch sein kann. Ich grüße Dich und wünsche Dir, dass Du heute nacht wieder besser schläfst.

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    1. Klar tun sie das, zumindest viele. Mein Kater ist da eher nicht so der Tröster, obwohl selber ein unglaubliches Sensibelchen verhält er sich mir gegenüber nicht anders, wenn es mir nicht gut geht. Er ist ein lieber Kerl, aber nicht empfänglich für Stimmungen. Conina ist die "Kümmerkatze", die bemuttert mich auch ständig, putzt mich zum Beispiel mehrmals täglich. Pasha will "bemuttert" werden. :D

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    2. P.S. Das "Anfassen" macht Conina auch gern, liegt neben mir im Bett und irgendwann streckt sie eine Pfote aus und legt sie mir sanft ins Gesicht. Sie kann mich auch ewig einfach nur anschauen, mit einem Blick bei dem mir jedes Mal das Herz fast platzt. Mag sein, dass ich mir da was einrede oder sie vermenschliche, aber für mich ist das als würde sie mir sagen, dass sie mich liebt. :)

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    3. Sie liebt Dich und sie will Dir beistehen. ;o) Mein erster Kater hat das auch so gemacht, wie Du´s beschrieben hast, auch mit Pfote auf die Wage legen.
      Liebe Grüße auch von mir.

      Und, liebe "schwarze Katz", du hast natürlich Recht, auch das ist Glück und mir haben diese kleinen Gesten immer viel geholfen.

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    4. Ich nenn Conina oft "meine kleine Schwester", ich fühl mich sehr mit dieser Katze verbunden. In der alten Wohnung, als die Katzen noch nicht ins Schlafzimmer durften, hat sie nachts auch immer vor meiner Tür geschlafen. "Wache halten" hab ich das genannt. Man muss dazu sagen, dass sie eigentlich auch zu früh von ihrer Mama wegkam, aber die hatte einen Unfall, den sie zwar überlebt hat aber sie konnte sich nicht mehr im ihren Nachwuchs kümmern. Das hat sicher zu der engen Bindung, die wir beide haben beigetragen. Dabei hat sie sich eigentlich damals meinen Schatz ausgesucht, als wir uns den Wurf angschaut haben, ist auf ihn draufgeklettert und dort eingepennt. Aber als sie dann bei uns war, hat sie sich an mich gehängt.

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    5. Mein "Dicker" und ich waren auch aufeinander eingespielt, bis ich mein Menne kennengelernt habe. *grinsendaugenroll* Die beiden waren auf Anhieb ein Herz und eine Seele und da konnt ich ihn doch nicht wieder laufen lassen, auch wenn das hieß, das ich nicht mehr DIE Nummer eins war. ;D

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    6. Mein Mann hat sich immer als Katzenmensch empfunden, alle Katzen mochten ihn - bis ich kam. Mich mochten sie noch lieber. ^^ Ein bisschen eingeschnappt war er dann schon. ;)

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  5. Gute Nacht big Hug hier fuer Dich und auf einen neuen Versuch danach.

    Versuchst Du trotz 'psychischer Schleudergefahr' in die Arbeit zu gehen, bitte?
    Es ist meistens DOCH nicht schlecht, wenn man versehentlich 'ablenkende' Menschen um sich hat.
    Wenn diese auch nicht die ganze Geschichte kennen, stehen sie auch nicht so 'kontrollierend' (wie wir hier = sorry) vor Deiner Nase.

    LG, G.

    PS: Tiere sind gut in Gefuehls-Situationen - nicht so 'verbildet', wie wir Menschen, sondern viiiel spontaner und ehrlicher!

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    1. Ich werde morgen auf jeden Fall wieder arbeiten gehen, bin außerdem abends mit einer Freundin auf ein Weinchen verabredet. Also nicht wundern, wenn ihr morgen vermutlich gar nix von mir hört. ;)

      big hug zurück

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    2. Biiig thanks! :-)

      LG, G.

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  6. so eine kleine katzenfreundin ist schon was wertvolles :) conina erinnert mich von deinen erzählungen her sehr an wild thing, sie war auch so sensibel und sehr menschengeprägt. sie hat mich auch immer getröstet, wenn es mir nicht gut ging.

    solche träume wühlen auf, ja... *drück*

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    1. Ja, das ist es. *meine kleine Seelenschwester (die grad schnurrend auf mir liegt) anschau*

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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