Freitag, 5. April 2013

Für alle, die sich Sorgen um mich machen

Ersteinmal: danke! Und das kommt von Herzen. Auch wenn die wenigsten von euch mich persönlich kennen, ich weiß eure Anteilnahme, euer Mitfühlen zu schätzen und es tut gut.

Ich möchte jetzt aber mal etwas klar stellen: wenn ich an schlechten Tagen schreibe, dass ich mir wünschte, bei Schatz zu sein oder "einfach nicht mehr hier", dann bedeutet das nicht, dass ich mit dem Gedanken spielen würde, mir das Leben zu nehmen. Ja, in solchen Momenten habe ich eine gewisse Todessehnsucht, das gebe ich offen zu. Aber niemals seit Schatzens Tod und eigentlich auch noch nie in meinem ganzen Leben hatte ich Selbstmordgedanken, niemals hatte ich Gedanken in die Richtung, mir aktiv das Leben zu nehmen. 

An schlechten Tagen und besonders in den vielen schlaflosen Nächten wünsche ich mir, einzuschlafen und nicht wieder aufzuwachen oder einfach zusammenzubrechen und tot zu sein. Ich wünsche mir dann, einfach nicht mehr zu sein. Aber ich stelle mir nicht vor, eine Überdosis Schlaftabletten zu nehmen, mir die Pulsadern aufzuschneiden oder etwas ähnliches.

Für Selbstmord bin ich zu feige, ja, das ist so. Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber ich habe Angst vorm Sterben, vor einem qualvollen Sterben. Auch deshalb würde ich nicht versuchen, mich selbst zu töten.

Und ich neige sehr selten zu Kurzschlussreaktionen, ich bin eher der Mensch, der Sachen endlos vor sich herschiebt. 

Ich hoffe, ich konnte denen, die sich in dieser Hinsicht um mich Gedanken machen ein wenig von ihren Sorgen nehmen.

Es wird in der nächsten Zeit wahrscheinlich wieder etwas ruhiger hier, sprich, es kann gut sein, dass es mal ein paar Tage keine Einträge gibt, das ist dann auch kein Grund zur Sorge. Ich hatte noch nie den Anspruch, jeden Tag etwas zu posten. Das hier ist keine Tageszeitung. ;) Und wer meint, ich habe zulange nichts mehr von mir lesen lassen, oben über die Schreibmaschine kann man mir jederzeit eine Mail schreiben. Ich antworte auch, versprochen.

Kommentare:

  1. Yes, yes, yes - das IST eine Aussage an die ich mich gerne(st) halte bis klammere = DANKE vielmals! (damit ist auch mir geholfen !!!)

    Allerdings muss ich Dich einschraenkend warnen (und DESWEGEN auch meine leicht panische Angst um Dich hier im Zusammenhang) :
    Deine Worte bezueglich Einstellung zu Selbstmord und eher 'Sachen vor sich herschieben' koennten meine eigenen sein.
    TROTZDEM stand ich einst einmal vor was ich da salopp 'Split-second-Falsch-Entscheidung' stand (zu meiner eigenen groooeeessten Verblueffung!)

    Also dann: notfalls 'hinterm Vorhang' und viiiiel Glueck

    LG, G.

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  2. "Für Selbstmord bin ich zu feige..."
    Ich bin eher der Meinung, das die Selbstmörder zu feige zum leben sind. Es ist nicht immer leicht. Und auch ich bin der "Vormichherschieber" und auch der "Ichüberseheesunddannistesauchnichtda"-Typ, aber man löst die Probleme nicht durch´s weglaufen und in so einem Fall ist´s auch ein davonlaufen.

    Einfach nicht mehr da sein, sich in Luft auflösen, das wäre auch mein Weg. Wenn Du vor mir raus finden solltest, wie man das hinbekommt, sag mir bitte umgehend Bescheid. ;D

    Dir viel Glück bei deinem neuen Job und ja, da sortiert sich der Alltag wieder mal komplett neu. Bin auch grad noch mittendrin, aber es ist gleichzeitig auch gut, lehrreich und spannend..............und da macht mein Blog eben auch mal Ferien/Urlaub/Pause.

    Liebe Grüße vom Rotzlöffel

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    1. Ersteinmal danke für's Glückwünschen. :)

      Ich persönlich fühle mich sehr unwohl damit, Selbstmörder als feige zu bezeichnen. Ein Mensch, der so verzweifelt ist, dass er gegen den eigenen Überlebensinstinkt handelt, ist weder feige noch mutig. Man kann bei solchen Menschen einfach nicht unsere "gesunden" Maßstäbe anlegen. Jemand, der den Selbstmord als Lösung seiner Probleme sieht, denkt nicht mehr rational. Man kann auch einem Depressiven nicht einfach sagen "nun reiß dich mal zusammen". Das ist eine Krankheit gegen die der Erkrankte allein nicht mehr ankommt. Und so sehe ich das auch bei Selbstmördern.

      Es mag für die Hinterbliebenen rücksichtslos erscheinen, aber mir fällt es schwer, so jemanden wirklich Egoismus vorzuwerfen. Denn das beinhaltet für mich die bewusste Entscheidung für sich und seinen Willen und gegen andere. Ich glaube aber nicht, dass ein Selbstmörder so denkt oder überhaupt so denken könnte. So jemand wird so verzweifelt sein, dass er gar nicht mehr dazu in der Lage ist, so abwägend zu denken, wie ein "gesunder" Mensch das tut. Ein Selbstmörder oder Selbstmordgefährdeter hat keine Wahl mehr, nicht, weil er sie nicht mehr möchte, sondern weil er sie ganz einfach nicht mehr sieht.

      Das ist jetzt alles sehr allgemein formuliert und es ist sicher nicht in allen Fällen so, vielleicht ist der ein oder andere wirklich feige, aber das so pauschal zu sagen, damit tu ich mich verdammt schwer.

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    2. Du hast Recht, es ist schon recht allgemein formuliert und auch ich tu mich damit schwer, aber ich tendiere eben eher in DIE Richtung. Hab aber leider auch schon persönlich 2 Menschen gekannt die dann von selbst aus dem Leben geschieden sind. Jetzt könnte man auch argumentieren, das ich zu schnell verallgemeinere. Vielleicht, aber es ist eben so meine Art mit sowas umzugehen. Ich verurteile aber damit auch niemanden. Sicherlich ist auch der Gedanke, oder die Tatsache, das eine Krankheit, wie Depression dahinter steckt nicht verkehrt. Leider hab ich auch so ein Fall in der Familie und ich muß da auch noch sehr viel von lernen oder verstehen. Keiner weiß, was in einem anderen genau vorgeht, das macht´s wahrscheinlich auch so schwer für alle es zu verstehen als auch jemals nachvollziehen zu können.

      Umso schöner finde ich da schon deinen Umgang mit so "verzweifelnden Momenten" die garantiert jeder kennt. Ich bin ein recht lebensfroher und optimistischer Mensch und da schwingt noch so ein Funken Hoffnung mit. Einfach mal aus der Situation raus, nicht denken, mal nur Zuseher und vielleicht ein anderen Blickwinkel bekommen und Kraft sammeln.

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  3. @ Rotzloeffel

    ;-) - sorry, aber wenn ich 'ichuebersehesunddannistesauchnichtda' spiele, dann ist es tatsaechlich nicht da, denn dann wurde
    a) die 'Muecke' nie zum Elefanten
    b) behielt die 'Groesse' welche evtl. orig. gedacht war (so eine zweite Person involviert); Kontrolle noetig!

    Ansonsten: auch Dir viiiel Glueck und Erfolg im wohl neuen Lebensabschnitt/Job = viel toitoitoi!


    LG, G.




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    1. Danke Dir für die Wünsche,

      ich tu mich ehrlich gesagt etwas schwer deine Ausdrucksweise zu verstehen, aber ich versuch´s mal. ;-)
      ...toll, wenn es dann tatsächlich nicht da ist, ist mir auch schon mal untergekommen. War die elefantegroße Mücke nur Einbildung.

      LG, B.

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