Mittwoch, 27. März 2013

Ich glaub, ich spinne!!!!

Ich schau auf mein Konto und stelle fest, mein Energieanbieter, bei dem ich Strom und Gas beziehe, hat mir 200 und ein paar zerquetschte Euro abgebucht. Okay, denk ich mir, dann haben sie die Beträge die seit November plötzlich nicht mehr abgebucht wurden, weil der aktuelle Gaszählerstand fehlte (was ich aber nicht wusste und den ich dann vor ein paar Wochen durchgegeben hatte) nun rückwirkend eingezogen.

Eine Abrechnung habe ich nicht bekommen, also schaute ich mal in meinen Online-Account bei dem Laden  - und wäre, wenn ich nicht auf dem Sofa gesessen hätte, vom Stuhl gefallen, die 200 Euro waren keine Nachzahlung, sondern sind ab jetzt mein monatlicher Abschlag! WTF???? Mein bisheriger Abschlag lag bei 60 Euro. Dass der sich ein wenig erhöhen würde, damit habe ich gerechnet, aber 140 Euro mehr?

Anruf: Ja, das liegt daran, dass sie bis dato keinen Abschlag mehr abgebucht haben und das nun auf das verbleibende Jahr, das nur noch 8 statt 12 Abschläge hat, hochrechnen. 

Hallo? Ich kann doch nix dafür, dass ihr nicht mehr abgebucht habt, ihr habt von Anfang an eine Einzugsermächtigung gehabt. Es war euch nicht möglich, den Abschlag ganz normal weiter abzubuchen und dann die evt. Nachforderung einzufordern? Stattdessen lasst ihr das in meinen Augen bewusst auflaufen? Ich hatte im Übrigen zweimal deswegen angerufen. Und mal ganz ehrlich, der aktuelle Abschlag ist einfach fern von jeder Realität! Selbst wenn man das auf 8 statt 12 Monate verteilt. Ich lebe hier allein in einer 50qm-Wohnung! Selbst mit Schatz auf 115qm haben wir nicht annähernd soviel gezahlt. Der Stromanteil bei den 200 beträgt 120 Euro. Mit Schatz habe ich 84 Euro gezahlt.

Während ich das schreibe, warte ich auf einen Rückruf, da ich drum gebeten habe, die Abschlagszahlung runter zu setzen. Ich bin mir doch verdammt sicher, dass ich bei 200 Euro am Ende der Abrechnungsperiode eine saftige Rückzahlung bekommen würde. Das in meinen Augen geringe Risiko einer Nachzahlung gehe ich gerne ein.

Und da war er, der Rückruf: Auf 134 Euro wollte man den Abschlag senken. Das ist immer noch mehr als das Doppelte, was ich bisher gezahlt habe. Ich habe sie nun auf 100 Euro Abschlag runterhandeln können, allerdings von deren Seite aus mit der Bedingung, dass ich im Falle einer Nachzahlung keine Ratenzahlung oder Stundung beantragen dürfe. Ob das so rechtens ist, sei mal dahingestellt. Aber ich hab mich drauf eingelassen.

To do: Strom- und Gasanbieter wechseln. Zum Glück habe ich einen Tarif, den ich mit 14-tägiger Wirkung kündigen kann. Kann mir jemand einen guten Anbieter empfehlen?

Kleiner Nachtrag: Ich hab mal ein bisschen rumgerechnet, die 134 Euro würden den 200 Euro entsprechen, wenn man das auf 12 statt 8 Monate verteilt.  Ah ja. Wenn ich meine Nachzahlung für letztes Jahr nehme, die ich auch noch hatte (was ich aber auch erst eben gesehen habe), dann käme ich übrigens auf einen Abschlag von ca. 85 Euro.



Kommentare:

  1. Ach du Schei...
    Ich hatte in meiner ersten Wohnung auch Probleme, bei mir waren es die Heizkosten... ich musste noch 100 Euro nachzahlen, obwohl ich zu der Zeit nicht mal in der Wohnung war (war vor dem Umzug) und die Heizungen somit kein einziges Mal an waren... die hatten einfach den Preis am Vormieter orientiert (der sowieso anscheinend einen höheren Verbrauch hatte als ich). Ich hoffe, dass ich da demnächst mal was zurückbekomme, glaube es aber nicht...

    Mit Anbietern kenne ich mich leider nicht aus, hoffe aber, dass du bald einen anderen findest, wo es keine Probleme gibt!

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    1. Danke dir. Der aktuelle Anbieter ist der städtische und schon per se nicht der günstigste, ich wohne ja auch erst seit Ende September in dieser Wohnung und wollte erst mal gucken, was ich so verbrauche. Jetzt hab ich zumindest Werte, an denen ich mich bei der Suche nach einem neuen Anbieter orientieren kann.

      Dass du nachzahlen musstest, obwohl du gar nicht geheizt hattest, ist aber auch merkwürdig und sehr ärgerlich. Vielleicht klappt es ja mit der Rückerstattung.

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    1. Und was für einen... Die Sachbearbeiterin meinte sogar zu mir, dass man solche Summen ja für ein ganzes Haus bezahlen würde.

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  3. Ähm, wenn man das jetzt von 12 Abschlägen auf 8 umrechnet, dürften da höchstens 90 Euro/ Monat bei rauskommen. Laß es von mir aus etwas teurer sein, dann werden es 100. Aber keine 134 oder gar 200. *anmerk*

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    1. Ich habe keine Ahnung, was die da für Werte zugrunde legen, bzw. wie sie auf diese stolze Abschlagsumme kommen. Auf die 134 Euro bin ich wie folgt gekommen: Der neue Abschlag liegt bzw. lag bei 201,irgendwas. Das mal 8 wären auf's Jahr 1608 Euro. Wenn ich das nun durch 12 teilen würde, dann wären das die 134 Euro, die sie mir als ersten Vorschlag gemacht haben. Realistisch aufgrund der Abrechnung finde ich den Betrag, auf den wir uns ja nun geeinigt haben, eben 100 Euro.

      Aber ich habe jetzt schon mal den Strom gekündigt, bzw. einen Wechsel veranlasst, der neue Anbieter wird dann kündigen. Beim Gas recherchier ich noch.

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    2. P.S. Ich hatte zusätzlich dazu noch eine Nachzahlung, die schon vor ein paar Tagen abgebucht wurde. Das habe ich auch erwartet, deshalb schrieb ich oben, dass ich mit einer Erhöhung gerechnet hatte. Wenn ich die Nachzahlung als Grundlage nehme und auf die bisherigen 60 Euro Abschlag draufrechne, dann kämen 90 Euro für Gas und Strom schon hin, bzw. nach meiner Rechnung wären, wie oben im Nachtrag erwähnt, so um die 85 Euro realistisch.

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  4. @ Emmi: Das würde ich aber so nicht hinnehmen. Dein Anbieter hat doch die Pflicht, den Verbrauch nachzuweisen. Die können doch nicht einfach irgendwelche Fantasieschätzungen zu Grunde legen. Mit sowas würde ich in jedem Fall zur Verbraucherschutzzentrale gehen.

    @ Kölschgirl: Schau mal auf www.vervox.de nach. Wurde von führenden (schwäbischen) Vorständen der Energiewirtschaft empfohlen. Ich würde aber erst mal mit der Beschwerdestelle des Anbieters sprechen und wenn die mir nicht plausibel und nachvollziehbar erklären können, weshalb mein Abschlag so gestiegen ist, würde ich mal nachsehen, in welchen sozialen Netzwerken sich der Anbieter präsentiert. Dann noch mal im "Complaint Department" anrufen und ankündigen, dass ich vorhabe, einen detaillierten Bericht auf facebook zu posten, während ich zeitgleich ein Schwätzchen mit der lokalen Gazette halten werde. Und wenn das nicht zieht, kannst Du immer noch den Oberbürgermeister anschreiben, der unter Garantie den Vorsitz im Aufsichtsrat des städtischen Anbieters inne hat. Oder eben auch den Verbraucherschutz. Ein weiteres to do wäre vielleicht auch, die Einzugsermächtigung in einen Dauerauftrag umzuwandeln. In der Regel sind Unternehmen viel eher dazu bereit, Kunden im Vorfeld zu informieren, wenn sie darauf angewiesen sind, dass bitteschön der angepassten Betrag überwiesen wird und zwar zack zack. Generell sind Einzugsermächtigungen für mich immer dann indiskutabel, wenn die Kosten variieren können und beim Stromanbieter sowieso.

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    1. @frau doktor Danke für die Tipps. Ich war gestern u.a. schon auf verivox (Schatz hatte übrigens mal eine Weile ein Projekt bei dieser Firma) und hab mir da schon mal meinen neuen Stromanbieter rausgesucht und einen Wechsel veranlasst. Beim Gas muss ich noch was schauen und recherchieren. Will ja nicht nur möglichst günstig, sondern auch einen seriösen Anbieter haben. Leider (oder zum Glück? ^^) kenne ich den Chef/Vorstand ein paar dieser Energieunternehmen, die zu einer bestimmten Firma gehören, persönlich und würde aus sehr persönlichen Erfahrungen heraus never ever dort eine Vertrag abschließen.

      Was den Noch-Anbieter angeht, sie haben sich ja nun auf einen halbwegs realistischen Betrag eingelassen und ich hatte eh vor zu wechseln, ich hatte letztendlich nur auf eine Abrechnung gewartet, um meinen Verbrauch realistisch einschätzen zu können und die hab ich nun.

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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