Donnerstag, 31. Januar 2013

Der Traum der keiner war...

Heute Nacht, was selten genug vorkommt, von Schatz geträumt, bzw. davon, dass ich Witwe bin und das einem alten Bekannten erzähle, den ich Jahre nicht mehr gesehen habe. Aufgewacht mit dem Gefühl, Gott sei dank, das war nur ein böser Traum und Sekunden später die Realisation, dass Schatz tatsächlich tot ist. In diesen paar Sekunden, in denen mein Geist noch glaubte, dass das alles nur ein schlechter Traum war, habe ich mich so leicht und wohl und warm und frei wie schon ewig nicht mehr gefühlt. 

Mit der Realisation war auch dann das Schwersein, das Verknotet, das sich wie in einer Schraubzwinge fühlen wieder da. Mein Körper kommt mir vor wie ein Gefängnis. Es fühlt sich an, als hätte ich keine richtige Verbindung mehr zu der Welt "da draußen", ich nehme einfach nicht mehr wirklich teil, auch wenn ich die Welt das weitestgehend glauben machen kann. Der Schmerz in mir will raus, aber kann nicht. Zuviel davon und zu wenig Öffnungen, zu denen er hinaus könnte. 

Ich verstehe nicht, warum das so ist und ich will nicht so sein. Aber ich bin starr, ich kann einfach nicht anders sein. Ich will, dass mein Herz nicht mehr dieser in Ketten gelegte schmerzende Klumpen ist, ich will nicht mehr diesen Druck der Ketten in meinem Brustkorb spüren.

Viele glauben, ich sei stark, aber das bin ich nicht. Nicht mehr.

In meinem Sonnengeflecht herrscht finsterste Albtraumnacht.

Kommentare:

  1. Ach du Liebe,

    ich kann es soooooooooooo gut verstehen wie du dich fühlst. (Nur konnte ich es nie so gut ausdrücken wie du). Es dauert halt. Natürlich viel zu lange, denn es ist schrecklich schmerzhaft und jeder Tag, jede Stunde, jede Minute die man das aushalten muss *seufz*...........

    Es wird besser - ganz bestimmt. Nur - es wird eben nie mehr so, wie es war. Auch wenn es wieder schön wird - aber eben nicht sooooo schön. Ich kann das nur so schlecht ausdrücken, aber ich hoffe du verstehst was ich meine.
    Wirklich helfen kann ich dir leider nicht - man muss es halt aushalten - irgendwie. Damit klarkommen - irgendwie - auch wenn man eigentlich nicht damit klarkommt und es auch gar nicht wirklich will.

    Ich träume auch heute immer mal noch von ihm - auch wenns inzwischen 25 Jahre her ist........... und dann wache ich auf.......... (ich glaube mehr muss ich nicht sagen oder?)

    Fühl dich mal lieb in den Arm genommen

    Birgit

    Übrigens - eigentlich fände ich es ja mal schön mit Treffen in einem Irish Pub, nur schrecklich wenig Zeit momentan.

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    1. Wenn ich nicht fest davon überzeugt wäre, dass es irgendwann besser wird, dann wäre ich wahrscheinlich nicht mehr hier.

      Ja, damit klarkommen (müssen), obwohl man nicht damit klarkommen will, das trifft es sehr gut.

      Danke, für's ins Arm nehmen.

      Alle Leute für ein Treffen im Irish Pub unter einen Hut zu bekommen, wird wahrscheinlich eh nix. Was ja aber nicht heißt, dass man sich nicht trotzdem mal treffen kann. :)



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