Dienstag, 1. Januar 2013

Blick in die Zukunft

Was nur wenige hier wissen, ich lege seit über 20 Jahren Tarotkarten. Für mich selbst aber nur sehr sehr selten (legen lasse ich mir die Karten auch nur alle Jubeljahre mal), das hat  unter anderem mit einem Geschehnis zu tun, das 1998 passierte. Aber auch damit, dass ich denke, dass man bei sich selbst oft einfach nicht objektiv genug ist, um eine realistische Deutung zu machen.

Ich hatte eine Beziehung, die im April 1998 begann. Ab und zu legte ich für diese die Karten und es kam immer das gleiche Ergebnis, alles ist wunderbar, er liebt mich sehr etc. nur dauerhaft würde diese Beziehung nicht sein. Wenn doch alles so toll ist, warum ist es dann nicht dauerhaft, warum sollte es enden? Diese Frage konnte ich mir natürlich nicht beantworten und so ignorierte ich das. 

Um es kurz zu machen, dieser Partner verunglückte Anfang Oktober 1998 tödlich. Ja, mein Schatz ist nicht der erste Partner, den ich durch den Tod verloren habe. Der Unterschied ist aber, dass ich auf die damalige Beziehung völlig ohne Schmerz zurückblicken kann. Geblieben sind die Erinnerungen an eine schöne Zeit. Letztendlich war ich damals aber auch erst Mitte 20 und wir kannten uns erst ein knappes halbes Jahr, als es passierte, wir haben nicht zusammengelebt und uns nicht wirklich etwas zusammen aufgebaut. 

Mit Schatz war ich 7 Jahre zusammen, hab knapp 5 Jahre mit ihm zusammengelebt und war fast 3 Jahre davon mit ihm verheiratet. Und auch wenn ich meinen damaligen Freund geliebt habe und ich ihn als meine erste große Liebe betrachte, das was ich mit Schatz hatte, war aus vielen Gründen etwas ganz anderes, intensiveres. Ich weiß, einige finden den Begriff Seelenverwandtschaft albern, ich aber bin fest davon überzeugt, dass wir wir seelenverwandt waren. Schatz war mein Soulmate. Und das wird er auch immer bleiben.

Zurück zu den Tarotkarten, denn das soll hier ja eigentlich ein Blick in die Zukunft sein und kein Rückblick. Aber ich denke, man versteht nun, warum ich dem mir selber Legen doch eher verhalten gegenüberstehe. 

Gestern habe ich mir nach langer Zeit doch mal wieder selber die Karten gelegt. Eine Legeweise, bei der man für jeden Monat eine Karte auslegt und eine dreizehnte hat, die soetwas wie eine Zusammenfassung, ein Ergebnis oder Ausgang ist.

Meine Karte war die Zwei der Kelche und die sieht in dem Set, das ich benutzt habe, so aus:














Okay, nicht ganz so, das Bild habe ich letzte Nacht noch schnell gebastelt, um es als Facebookcover zu verwenden.

Auch wenn das Motiv auf den ersten Blick mehr oder weniger für sich selbst spricht und viele Kartenleger dazu neigen, dies als Liebesbeziehung zu interpretieren, es muss nicht zwangsläufig um eine solche gehen. Aber es geht eigentlich immer um zwei Menschen, die sich liebevoll begegnen, darum, dass diese beiden etwas verbindet. Was daraus entsteht, ist eine andere Sache. Aber die Verbindung dieser beiden Menschen hat viel Potenzial, viel Energie, auch sexuelle. Und es geht darum, dass man sich nicht abkapseln sollte. Gemeinsam ist man eben stärker. ;)  Die Karte steht für Harmonie, das Ende von Kampf, damit ist auch der innere Kampf gemeint. Man findet seinen Frieden. Und indem man den mit sich selbst findet, schafft man auch eine friedvolle Verbindung mit anderen Menschen.

Noch bin ich an einem Punkt, an dem ich mich nicht bereit dazu fühle, die Liebe eines anderen zulassen zu können, selbst zu lieben und ich bin noch weit davon entfernt, wieder einen Partner an meiner Seite haben zu wollen. Aber ich hoffe, dass ich mein Herz bald wieder öffnen kann. Und vielleicht will mir die Karte genau das sagen, dass ich meinen Frieden finde, dass ich mich wieder öffne. 

Warten wir's ab...


Und zum Schluss noch ein Facebookfundstück, das George Takei gepostet hat:


Yes, Captain!



Kommentare:

  1. Vielleicht ist mit der 2. Person aber auch Dein Inneres gemeint. Wie Du schon schreibst: "den Frieden mit sich selbst finden". Die Einigkeit und die daraus resultierende innere Ruhe Stärke für´s Leben.

    OOPS *Hand vor die Stirnhalt*, wer lesen kann ist klar im Vorteil *augenroll* Du schreibst es ja im letzten Satz auch schon. *hihi und schäm* aber egal, ich laß´s jetzt trotzdem drin *gg*

    Ich selbst stehe dem Kartenlegen und Orakeln schon offen gegenüber, mache aber nicht mein ganzes Handeln und Tun von diesen Aussagen abhängig. Ich finde oft gute Ansätze und Ideen dabei, und genau das sollten sie auch sein: Wegweiser für den Weg durch´s Leben. Dazu fällt mir noch ein "Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum."

    Viel Glück für Dich
    LG Rotzlöffel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke dir und dir auch alles gute und eine glückliche Zeit.

      Nein, sein Handeln und seine Entscheidungen sollte man auch nicht von den Karten abhängig machen. Ich sehe das wie du, sie sind Wegweiser, Ratgeber. Ob man der Weisung oder dem Rat folgt ist immer noch eine freie Entscheidung.

      Es gibt keine festgeschriebene Zukunft und auch wenn man mit den Karten einen Blick in die Zukunft werfen kann, das was ich sehe sind Tendenzen, mögliche Entwicklungen basierend auf dem Istzustand. Manche Entwicklungen sind wahrscheinlicher als andere. Aber immer ist man selbst der Erschaffer der Zukunft.

      Löschen
  2. ich finde es sehr spannend wenn man karten legen kann, aber ich versteh es leider nicht, schade!
    und die interpretationen können auch sehr unterschiedlich ausfallen, oder? das verwirrt einen anfänger mit sicherheit.
    ich wünsche dir jedenfalls ein schönes neues jahr!
    LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bei mir ist es inzwischen so, dass ich nicht mehr nach Buchdeutungen gehe, also nicht das sehe, was in einem Deutungsbuch als Kartenbedeutung vermerkt ist. Es ist eher so, dass sozusagen einfach Informationen fließen. So als sind die Karten nur eine Art Schlüssel oder Verbindung zu einer "universellen Informationsquelle", in die ich mich dann einklinke. Jeder fängt meistens mit einem Deutungsbuch an und findet irgendwann seinen ganz eigenen Zugang zu den Karten und so soll es ja auch sein. :)

      Löschen

Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

Dieser Blog ist keine kostenlose Werbefläche. Wer was verkaufen will, sucht sich bitte eine andere Plattform.

Kommentare unter älteren Blogeinträgen erscheinen erst nach Freischaltung von mir.