Mittwoch, 23. Januar 2013

Bindestrichinflation

Vorab: Ja, Sprache verändert sich und es war wohl schon immer so, dass die älteren Generationen die Art und Weise, wie sich die Jüngeren ausdrücken, oftmals als Sprachverfall empfunden haben. Das ist ein Thema, worüber man ganze Bücher schreiben kann.

Was mir vermehrt auffällt, ist die Benutzung von Bindestrichen bei Komposita. Ich finde, die hat inflationär zugenommen oder bilde ich mir das ein? Aktuelles Beispiel: Ich erfasse momentan Visitenkarten und habe da einen "Hauptstadt-Repräsentanten". Irgendwie missfällt mir der Bindestrich an dieser Stelle. Er ist überflüssig. 

Wollte ich mal loswerden...


Kommentare:

  1. Ich gestehe, ich bin ein Bindestrich-Benutzer :D

    Das hat unterschiedliche Gründe. Ein Grund ist, dass mich die "neue" Rechtschreibreform in vielen Punkten verunsichert. Da werden plötzlich Wörter zusammengeschrieben, die früher einzeln standen und Wörter getrennt, die früher zusammen gehörten.

    Hinzu kommt (und das überwiegt bei mir leider), dass ich oftmal finde, dass besagte Wörter zusammengeschrieben einfach sch.... nicht so schön aussehen. Mit Bindestrich gefällt es mir besser (und mitunter erleichtert es meiner Meinung nach auch die Lesbarkeit. Ob ich mir doch mal eine Brille zulegen sollte?). Wie viele der Prüflinge hätten damals bei der Aufgabe mehr Punkte bekommen, wenn ich der Frage "Rot-Ton" und nicht "Rotton" gestanden hätte...

    Ach ja, wenn ich jetzt schon mal beim Gestehen bin: vor allem hier in der Bloggerwelt (oder war's die Blogger-Welt?) neige ich extrem zu der Dreipunktigkeit... und überhaupt und generell haue ich vor und hinter einem Schrägstrich immer ein Leerzeichen rein / es gibt Situationen, da wird man für sowas erschossen....

    Sobald ich allerdings offizielle Schreiben aufsetze, halte ich mich selbstverfreichlicht an alle offiziellen Regeln und verzichte auf meine Marotten ;o)

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    1. Hier im Blog halte ich mich auch nicht immer unbedingt an die offiziellen Regeln, im Berufsleben und bei, ich nenne es mal öffentlichem Schriftverkehr (z.B. mit Ämtern und Firmen) achte ich allerdings wie du schon darauf, es möglichst richtig zu machen.

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  2. Warum eigentlich nicht Bindestrich-Inflation? :D
    Ehrlich gesagt, ist mir das bisher nicht wirklich aufgefallen. Ich werde mal drauf achten :-)

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  3. Ich benutze seit der Rechtschreibreform bei Wörtern mit drei aufeineranderfolgenden Konsonanten die Variante mit Bindestrich, da sie einfach lesbarer ist. Ansonsten im offiziellen Schriftverkehr und auch im Job eben die offiziellen Regeln, privat sehe ich es eher entspannter.

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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