Freitag, 17. August 2012

Nun sind sie weg...

Aina und Lily sind nun auf dem Weg in ihr neues Zuhause. Ich habe sie mit zum Auto gebracht und da fingen schon die Tränen an zu laufen. Eigentlich schon, als die beiden in ihren Körben waren, aber da dann so richtig. Ich heule grade Rotz und Wasser. Ich weiß, dass das die richtige Entscheidung war, aber ich komme mir schlecht vor, dass ich sie wegschicken musste. Ein Stück weit fühlt es sich an, als hätte ich sie verraten. Ich weiß, dass das Unsinn ist, doch so fühlt es sich eben an.

Pasha hat sich auf Lilys Transportkorb gelegt, als sie dann drin war und war kaum runterzukriegen. Das war schon merkwürdig, denn die beiden waren keine Freunde. Lily hat vorhin nochmal alle möglichen Ecken in der Wohnung durch intensives Köpfchenreiben markiert. 

Eigentlich wäre heute Nachmittag auch der Termin für die Schlüsselübergabe für die neue Wohnung gewesen, aber das habe ich eben verschoben. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen und viel geweint. Ich bin einfach nur fertig. Aber ich glaube, schlafen könnte ich jetzt immer noch nicht. Mir ist auch richtig schlecht.

Schatz und ich haben die beiden damals vor fast genau fünf Jahren, eine Woche nachdem ich von Köln nach Mannheim gezogen bin aus Essen zu uns geholt. Sie waren eine gemeinsame "Anschaffung" und unsere Katzen. Sie heute wegzugeben ist nicht nur ein Abschied von den beiden Katzen, es ist auch ein weiterer Abschied von der gemeinsamen Zeit, die ich mit Schatz hatte. Es ist, als würde ich nicht nur Aina und Lily gehen lassen, sondern auch ein Stück von ihm. Das meine ich gar nicht mal im negativen Sinne. Ich muss loslassen, um weitermachen zu können. Aber es tut verdammt weh.

Danke Aina, danke Lily für fünf gemeinsame Jahre. Ihr seid tolle Katzen und ich wünsche euch bei eurer neuen Dosen- bzw- Tetrapacköffnerin viele liebevolle und schöne Jahre. Ich hoffe, ihr werdet genauso ihre Katzenbegleiter, wie ihr es für mich wart. Ich hab euch lieb!

Kommentare:

  1. Ich musste 2009 meine Meerschweinchen aus Vernunftgründen anderweitig vermitteln. Der Arbeit wegen hatte ich kaum Zeit und der kleinen Wohnung wegen kaum Platz und keinen Garten. Wohnung musste damals aber schnell gehen.
    Es brach mir förmlich das Herz.
    Ich weiß, was du mit diesem "Verrat" meinst. Ich nage jetzt noch dran. Über drei Jahre später. Für andere sind es nur blöde Fellhaufen. Für mich waren sie die besten Freunde. Der größte Ärger verflog, wenn so ein quiekendes Schweinchen auf meinem Bauch saß und mich mit großen Augen anguckte.
    Für die Jungs war es das Beste. Ich habe seit dem eine Wut auf die Vernunft.

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    1. "Wut auf die Vernunft" trifft mein Empfinden sehr gut. Vor 14 Jahren musste ich meine damaligen 7 Nymphensittiche abgeben. 3 davon sind bei mir aus dem Ei geschlüpft und groß geworden. Der Platz an dem sie kamen, war toll. Sie bekamen eine schöne Außenvoliere und hatten eine Weile eine schöne Zeit. Leider war die Voliere, wie sich herausstellte nicht rattensicher. 6 von 7 starben durch eine nächtliche Rattenattacke. Ich gebe mir daran die Schuld, was Unsinn ist, aber das Gefühl geht nicht weg.

      Tiere waren und sind für mich immer Belgleiter und Freunde, das hat auch gar nichts mit Vermenschlichen zu tun - finde ich zumindest. Sie sind und bleiben trotzdem Tiere.

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    2. Ganz meine Meinung.

      Fühl dich auch von mir gedrückt! Vernünftig sein is scheiße. Sagt mein Herz jeden Tag. Nicht nur in Bezug auf Haustiere...

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  2. Komm her, ich drück dich mal.

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  3. das liest sich so trurig, wie es ist *schnüff*

    fühl dich gedrückt!

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  4. Oh Mann, ich bin ganz mit-traurig. Mir hat es damals schon das Herz gebrochen, als ich meine Mädels "nur" zu meiner Schwägerin geben musste, weil sie nach meinem Umzug in meine neue Wohnung nicht mehr glücklich wurden. Eine von den beiden ist nach ein paar Monaten verschwunden. Ich denke oft an sie, und frage mich, was wäre wenn...
    Ich bin bei dir *umärmel*

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    1. Ein bisschen Sorgen mache ich mir auch, dass Pasha und Conina sich nicht mit der neuen Wohnung anfreunden könnten. Auf der anderen Seite ist es ihnen glaube ich egal, solange ich da bin.

      Ich hoffe, das verschwunde Mädel hat sich einfach nur ein anderes neues Zuhause gesucht, wo es ihr gut geht. :(

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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