Montag, 9. Juli 2012

Die Welt aussperren

Mir geht's gar nicht gut. Ich rutsche wieder in soetwas wie eine Depression rein. Ich kann mich zu nichts aufraffen. Ich hab das Telefon leise gestellt, weil ich nicht dran gehen will und mich das Klingeln aufschreckt. Es ist eine Art Symbol für die Welt da draußen, die etwas von mir will. Und ich sperre sie aus. Ich liege mehr oder weniger seit Samstag im Bett und schlafe viel. Sonntag war ich mal kurz draußen, aber es hat mich viel Überwindung gekostet und es war anstrengend. Ich esse zwar, aber alles schmeckt fade. Heute ist mir zudem auch noch konstant schlecht. Dieses Gefühl, kurz vorm, sorry, Kotzen zu sein, aber es nicht können. Vielleicht wäre es befreiend, wenn ich einfach alles auskotzen könnte.

Kommentare:

  1. Manchmal reagiert der Körper, wie sich die Seele fühlt.

    Deiner Seele geht es zum Kotzen, also zieht der Körper mit.

    Nimm dir Zeit, wenn du sie brauchst. Wunden müssen heilen, das geht nie schnell.

    Ich schicke dir weiterhin Kraft!

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    1. Ja, so ist das. Keine Frage, dass das grad "einfach" eine Reaktion meines Körpers auf den Zustand meiner Seele ist. Es ist vermutlich auch eine Art Ventil, wenn die Seele überläuft, positiv oder negativ, dann tut sie das eben auch über den Körper.

      Ich erwarte auch gar nicht, dass die Wunden schnell heilen. Es dauert solange wie es dauert.

      Danke dir.

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  2. Gönn deinem Körper und deiner Seele diese Ruhe und Abgeschiedenheit. Das ist manchmal nötig. Zumindest eine Weile... Aber wenn es zu lange dauert, dann ist das ein Zeichen dafür, dass es vielleicht etwas Hilfe von außen bedarf...
    Ganz viel Kraft wünsch ich dir
    Keks

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    1. Das tue ich und ich hab auch kein schlechtes Gewissen dabei. Mich "nervt" der Zustand nur, wobei "nerven" nicht das richtige Wort ist.

      Wenn ich das Gefühl haben sollte, dass es zu lange dauert, dann suche ich mir sicher Hilfe. Ich weiß, dass es manchmal nötig ist, sich Hilfe zu suchen und ich weiß, dass ich nicht alles mit mir alleine ausmachen kann und muss.

      Noch empfinde ich diese Phasen des Rückzugs als nicht bedrohlich. Ich würde mich eher wundern oder sogar sorgen, wenn ich sie nicht hätte. Denn dann würde ich mich wahrscheinlich fragen, ob ich da nicht verdränge und es irgendwann umso heftiger auf mich einstürzt.

      Und ich habe Menschen um mich herum, die es ganz sicher nicht zulassen werden, dass ich mich in diesem Zustand verliere.

      Danke dir.

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  3. Lilafusselfee nahm mir die Worte aus dem Mund.

    *einfachumärmel*

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  4. fühl dich gedrückt, ich hoffe, es geht dir bald wieder besser.

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  5. Ich bin bei Dir. Wie es sich anfühlt, von mir gedrückt zu werden, weißt Du ja schon. ;-)

    Kraft! Und Mut!

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  6. Ich umärmel mal einfach mit...

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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