Dienstag, 10. Juli 2012

Als hätte ich nicht schon genug Sorgen...

Lilykatz geht es nicht gut. Es fing gestern abend bzw. Nacht an. Sie verhielt sich ungewöhnlich - jedenfalls für ihre Verhältnisse. Als ich mir grad Quark mit Melonenstückchen gemacht habe, kam sie und fing sofort an, um meine Beine zu streichen und zwar richtig, mit Berührung. Normalerweise deutet sie das nur kurz an und lässt mindestens 2cm Abstand, berührt also nie wirklich.

Ich hab mich auf den Boden gesetzt und sie hat sich ausgiebig kraulen und schmusen lassen und sich dann ca. 30cm von mir entfernt hingelegt. Auch das ist nicht ihr normales Verhalten. Auch die Anwesenheit der anderen Katzen hat sie nicht groß gestört, bzw. sie ließ sie viel näher als üblich an sich heran, bevor sie auf Abwehr ging. Einmal setzte sie an, sich den Bauch zu putzen, aber es schien, als sei es ihr zu anstrengend, die Hinterbeine anzuheben. Und geredet hat sie. Wenn ich nur verstehen könnte, was sie mir sagen wollte...

Später als ich nochmal nach ihr gesehen habe, lag sie vor Schatzens Arbeitszimmertür. Sie lief nicht weg und duckte sich auch nicht weg, als ich meine Hand nach ihr ausstreckte, wie sie das sonst meistens macht, bevor sie sich anfassen lässt. Vielleicht macht ihr das Herz zu schaffen, sie hat ja einen Ventrikelseptumdefekt, ein Loch in der Herzwand. Ihr Herz muss viel mehr Arbeit leisten, um den Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Auch heute liegt sie einfach nur auf dem Boden und bewegt sich kaum. Sie hatte schon mal solche Tage. Wir sind mit ihr damals zum Tierarzt gefahren, aber ich möchte das eigentlich vermeiden, denn für Lily ist das extremer Stress, sie bekommt regelrechte Panikattacken. Ich hab dann immer Angst, dass sie während des Transportes einen Herzinfarkt bekommt. 

Auch der Tierarzt meinte, lieber keinen Stress. Viel machen konnte und kann er eh nicht, wenn das ihr Ventrikelseptumdefekt ist. Sie regelmäßig medikamentös zu behandeln, ist kaum machbar. Alles was mit Festhalten zu tun hat, und anders wird man ihr nix verabreichen können, löst Panik aus und wird zur Folge haben, dass ich sie gar nicht mehr anfassen kann. Lily war nie eine einfache Katze und hat lange gebraucht, um Vertrauen zu haben. Das will ich nicht zerstören.

Ich hoffe, es ist einfach das Wetter, das ihr zu schaffen zu macht und sie erholt sich wieder. Sollte es ihr nicht bald besser gehen, hab ich mir eben im Internet eine Tierärztin gesucht, die auch Hausbesuche macht.

Kommentare:

  1. oh ich hoffe, es ist nichts ernstes... *daumen drück*

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  2. Daumen sind hier auch gedrückt und Pfoten!

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  3. Die Ärmste. Gute Besserung für die Fellnase!

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  4. Wie geht's denn der Lillykatze? Alles gut?

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