Dienstag, 26. Juni 2012

Autohändler und so... (Achtung, recht lang)

Ich muss ja demnächst unseren Mini Clubman verkaufen, den Schatz letztes Jahr über Finanzierung gekauft hat. Ich hab leider keinen Führerschein und mir sind die 394 Euro im Monat auch zuviel. Mein Schwiegervater hat den Wagen einem BWM-Händler angeboten und dessen Angebot hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Zuerst hab ich mich aufgeregt und das Angebot für unverschämt gehalten, was ich im Grunde immer noch tue. Aber ich hab dann noch ein wenig recherchiert und ein Portal gefunden, wo man herausfinden kann, was ein Wagen für einen Händler-Einkaufswert hat. 19.000 Euro hat der Händler geboten, das Portal liegt knapp darunter, aber berücksichtigt auch keine Sonderaustattung, die der Mini nicht zu knapp hat.  

19.000 Euro für einen Wagen, der 8 Monate alt ist, 4600km gelaufen ist, ein Garagenfahrzeug und sehr gepflegt ist und dessen Neupreis bei etwas über 33.000 Euro lag. Das Problem ist, die einzige Möglichkeit, die ich momentan habe, ist, den Mini zu verkaufen und bei der Bank abzulösen, eine andere Möglichkeit, abgesehen von der nicht gewollten Weiterfinanzierung gibt es nicht. Allerdings sind erst etwas mehr als 6000 Euro abbezahlt. Das heißt also, ich würde, wenn ich den Wagen an einen Händler verticke, heftig draufzahlen müssen. So ganz theoretisch ging das geldmäßig wahrscheinlich sogar ganz knapp. Aber es würde sehr sehr weh tun.

Schaue ich mir auf Autoverkaufsportalen nun vergleichbare Minis an, ähnliche Ausstattung, ähnliches Alter und ähnlicher Kilometerstand, so werden dafür um die 28.000 Euro verlangt. Natürlich hab ich auch die Schwackeliste bemüht, aber da gibt's unser Modell gar nicht. Ein anderes Bewertungsportal spuckt unter Berücksichtigung der Sonderausstattung rund 29.000 Euro Restwert aus. Allerdings konnte ich nicht ganz genau unseren Typ eingeben, weil mir da Angaben aus dem Fahrzeugschein fehlen, der momentan nicht hier ist. Den hab ich erst morgen wieder. Aber 28.000 und 19.000 sind schon ein derber Unterschied. Ich verstehe ja, dass Händler verdienen wollen, aber soviel?

Was ganz interessant ist, dieses Portal bietet an, über Email den Kontakt zu mehreren Autohändlern herzustellen, damit diese einem dann Angebote machen können. Das werde ich dann wohl demnächst mal tun. Aktuell kann ich den Mini gar nicht verkaufen, weil ich der Bank erst beweisen muss, dass ich überhaupt die rechtmäßige Erbin bin, ich brauch also einen Erbschein. Der ist allerdings grad erst in der Mache und wird wohl frühestens in 2 oder 3 Wochen vorliegen.

Abgesehen von Händlern hab ich natürlich auch die Möglichkeit, den Mini privat zu verkaufen. Doch ob ich den über die diversen Anzeigenportale so schnell loswerde? Die meisten Angebote da sind Händlerangebote. Die wenigen Privatangebote, die ich gesehen habe, standen teils schon mehr als 3 Monate drin. Und was für einen Aufwand habe ich damit? Wie regele ich das mit Probefahrten?  Was muss ich versicherungstechnisch beachten? Wenn ich an einen Händler verkaufe, dann habe ich die Probleme alle nicht. 

Mir verursacht die ganze Geschichte reale Magenschmerzen. Ich hoffe, ich komme aus der Geschichte gut raus.

Kommentare:

  1. Hallo!

    Ich hoffe für Sie dass sie aus der Sache gut herauskommen, bin mir da aber sehr unsicher. Bei einem Neupreis von 33.000€ (ist das der Listenpreis?) kann man nach der Zulassung schon mal locker 10% Wertverlust abziehen. Warum? Naja, es ist dann ein Gebrauchtwagen, ein Vorbesitzer und wer ein gebrauchtes Auto kauft, möchte Geld sparen, sonst kann er sich gleich einen Neuwagen kaufen. Außerdem kann man auch bei BMW ca. 5% als Neuwagenrabatt raushandeln, also wäre die Ersparnis nur noch 5%.

    Ich kann Ihnen nur raten, ihn wirklich privat zu verkaufen. Natürlich ist dies nicht einfach, da der Brief ja bei der Bank liegt, ansonsten machen Sie allerdings einen großen Verlust. Ein Händler hat ja das gleiche Probem; er hat dann einen Gebrauchtwagen auf dem Hof stehen, muss aber schon mit vielen Tausend Euro in Vorlage treten. Das macht er nur, wenn er sich eine große Gewinnspanne erhofft. Der Wagen muss halt auch beim Händler erst einmal verkauft werden. Es muss sich ein Käufer finden, welcher bereit ist den Preis zu zahlen ohne dass er sich seine Sonderaussattung selbst aussuchen kann...

    Ich wünsche Ihnen wirklich viel Glück!!!

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    1. Dankeschön. Das neue Problem ist allerdings, dass ich heute Post von der Bank bekommen habe, die bis 31.07. ihr Geld haben wollen, etwas über 28.000. Muss ich sehen, ob ich da noch etwas Zeit rausschinden kann. Denn bis dahin hab ich einen Verkauf über privat ganz sicher nicht über die Bühne gebracht. Momentan darf ich ja noch gar nicht verkaufen, da eben noch kein Erbschein vorhanden ist. Ich will den Wagen ja auch nicht unbedingt für 28.000 "loswerden". Mit ca. 25.000 Euro wäre ich schon zufrieden.

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    2. Und wenn Sie solange "einfach" die Raten weiterzahlen? Das kann Ihnen die Bank doch nicht verwehren?!

      Gibt es denn großartige Vermögenswerte? Hatten Sie Gütertrennung? Notfalls wäre es vllt. sinnvoller das Erbe auszuschlagen? Vllt. sollten Sie sich einmal anwaltlich beraten lassen.

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    3. Ich werde mich sicher irgendwie mit der Bank einigen können, denen ist ja auch daran gelegen, ihr Geld zu bekommen. Nein, wir hatten keine Gütertrennung. Es gibt ein Firmenkonto (Firma meines Mannes) auf dem aktuell ca. 14.000 Euro sind, wenn ich das Erbe ausschlagen würde, dann wäre dieses Geld weg, deshalb möchte ich nicht ausschlagen. Von dem Konto gehen auch noch die Raten für das Auto ab.

      Ich werde sehen, dass ich in den nächsten Tagen einen Termin bei der Schuldnerberatung bekomme, die können mir vielleicht gute Tipps geben, wie ich mit der Bank am besten verhandele. Man muss da ja nicht erst hin, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

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  2. Ich hatte es ja schon gesagt - ich drück dir ganz fest die Daumen! Toi, toi, toi!

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