Freitag, 4. November 2011

Katze vs. Hund

Vorab, für mich gibt es kein "versus", auch wenn wir vier Stubentiger haben und keinen Hund, ich mag Hunde und so tief in mir drin ist eine leise Sehnsucht nach einem Hund. Okay, so tief und so ganz leise ist die gar nicht. Aber abgesehen davon, dass Schatz sich mit dem Gedanken Hundebesitzer zu sein, nicht so recht anfreunden kann, sprechen auch noch andere Dinge dagegen, z.B. vier Katzen. ;) Und wenn Hund, dann bitte auch ein richtiger und damit meine ich, ein großer. Meine Traumhunde wären beispielsweise Irische Wolfshunde oder Saarloos.

Zurück zum "versus". Ich bzw. wir (Schatz und ich) begegnen immer mal wieder Hundebesitzern, die, nett ausgedrückt, unsere Katzenbegeisterung so gar nicht nachempfinden können. "Blöde Viecher", "eklige Tiere" sind zwei "Beschreibungen", die recht häufig kommen. Katzen seien hinterhältig, egoistisch und nicht erziehbar. Katzenklos zu reinigen, sei ekelhaft. Ach? Und Hundescheiße mit Tütchen aufsammeln und entsorgen ist das nicht? Okay, vorausgesetzt man macht das auch. In der Nachbarschaft gibt es einige, die das nicht tun. DAS finde ich dann eklig.

Manch einer kam mit dem Satz, Katzen lecken sich den Arsch und dann dir durch's Gesicht. Abgesehen davon, dass auch Hunde sich mal dort lecken, wo's rauskommt, wenn ich nicht will, dass mir meine Katzen durch's Gesicht lecken, dann lecken sie auch nicht. Auch Katzen kann man erziehen, man muss nur konsequent sein, aber das ist bei einem Hund nicht anders. Wenn man dem Hund klar machen will, dass man das Sagen hat und das Alphatier im Rudel ist, dann MUSS man konsequent sein. Mal Hü mal Hott verwirrt ihn und er wird über kurz oder lang versuchen, die Dominanz anzufechten. 

Unsere Katzen wissen, dass sie bestimmte Dinge nicht dürfen und sie halten sich auch dran. Klar, es gibt immer mal wieder Versuche, gegen die Verbote zu verstoßen, besonders, wenn sie glauben, keiner sieht hin. Aber auch das habe ich genauso bei Hunden erlebt. Ich muss selten laut werden, ein deutlich gesprochenes Nein oder ein kurzes Drohen mit der Wasserspritze reicht und sie sind brav.

Unsere Katzen hören auf ihre Namen, Aina und Lily weniger, Pasha und Conina so gut wie immer, sie kommen sogar, wenn ich pfeife, selbst Aina. Pasha hüpft auf Befehl auf den Schoß und tut es nicht, wenn ich "Nein" sage, auch wenn er zu gerne würde. Conina apportiert und lässt sich sogar eine Leine anlegen. Klickertraining kann man wunderbar auch mit Katzen machen. Keine unserer Katzen käme auf die Idee, am Esstisch zu betteln. Hinterhältigkeit habe ich noch nie beobachten können.

Generell gebe ich gern zu, dass, wenn man ein Tier will, das ohne wenn und aber gehorcht, eine Katze das falsche Haustier wäre. Aber wenn ich mich so unter den Hundebesitzern in meinem Umfeld umschaue, die, die ihren Hund wirklich 100% im Griff haben, die sind selten.

Der (Katzen)Hass der mir verschiedentlich schon von Hundebesitzern entgegenschlug, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, mit rationalem Denken hat das nix zu tun. Ja, es gibt auch Katzenbesitzer, die keine Hunde mögen bzw. sie sogar hassen, aber - und das mag ein subjektiver Eindruck sein - die gibt es seltener. Es sei jedem selbst überlassen, welches Haustier er bevorzugt, aber ein bisschen Toleranz täte manchem gut.

Kommentare:

  1. Du sprichst mir aus der Seele! Mein hundeliebender Chef kann meine Liebe zu Katzen so gaaaar nicht nachvollziehen. Ebenso wenig kann ich seine Abneigung gegen Katzen nachvollziehen *seufz*

    Katzen sind sooooo tolle (Haus)Tiere ♥

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  2. Ich bin und bleibe "Katzenmama".
    LG Sabine

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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