Mittwoch, 14. September 2011

Produkttest Philips Sonicare AirFloss

Vor einem guten Monat habe ich geschrieben, dass ich mal wieder an einem Produktest, der von trnd und Philips durchgeführt wird, teilnehmen darf. Getestet wird der Sonicare AirFloss, eine neuartige Munddusche. Ich teste das Gerät jetzt seit etwas mehr als 3 Wochen und denke, ich bin nun soweit, mein abschließendes Urteil zu fällen. 

Ein paar "technische Daten" bzw. eine Beschreibung
Das Gerät sieht im Prinzip aus wie eine elektrische Zahnbürste und wird auch so gehandhabt. Das heißt, der AirFloss besteht aus einem  Handteil in dem der Akku fest eingebaut ist, darauf werden Düsen aufgesteckt, die man wechseln kann. Im Handteil befindet sich ein kleiner Tank, den man wahlweise mit Wasser oder Mündspülung befüllen kann. Dazu gehört dann noch eine Ladestation. Der Tank fasst soviel Flüssigkeit, dass man zwei Anwendungen durchführen kann. Eine Akkuladung soll für ca. 2 Wochen reichen.

Für größere Ansicht Bild anklicken


Wie funktioniert das Gerät?
Der Sonicare AirFloss funktioniert mit Druckluft. Man setzt die Düse auf einen Zahnzwischenraum und drückt auf den Auslöseschalter der sich oben am Gerät befindet (siehe Bild), dadurch wird ein kurzer, aber recht kräftiger Luftstoß ausgelöst, der das Wasser bzw. die Mundspülung aus dem Tank durch den Zahnzwischenraum pustet. Das muss für jeden Zahnzwischenraum wiederholt werden, also pro Zwischenraum einmal drücken. 

Andere Ansicht - man sieht deutlich die Düse


Meine Erfahrungen
Die allererste Anwendung hat bei mir für heftiges Zahnfleischbluten gesorgt, aber das Sauberkeitsgefühl war schon enorm. Innerhalb der nächsten zwei oder drei Tage ließ das Zahnfleischbluten auch nach, bis es ganz weg war. Zwischendurch hat es ab und an nochmal geblutet, aber das ist bei mir an sich normal und kommt auch beim normalen Zähneputzen vor. 

Ich benutze den Sonicare AirFloss übrigens mit Mundspülung, anfangs Odol-med3, inzwischen Meridol Halitosis. Es empfiehlt sich, die Mundspülung mit Wasser zu verdünnen, da diese sonst sehr schäumt und das beeinträchtigt den Reinigungseffekt, weil nicht mehr richtig "durchgepustet" wird.

Ich habe recht enge Zahnzwischenräume und komme mit Zahnseide nicht besonders gut klar. Der Sonicare AirFloss ist für mich eine gute Alternative. Ich habe das Gefühl, dass meine Zähne sauberer sind und sich auch länger sauber anfühlen. Zahnbelag bildet sich weniger, da ihm weniger "Angriffsfläche" geboten wird, so zumindest mein Eindruck. Das bedeutet weniger Mundgeruch.

Rein vom Handling her, also vom Reinigungsvorgang selber, gefällt mir das Gerät sehr gut: (Gegebenenfalls) Flüssigkeit einfüllen, einschalten und loslegen. Man muss am Anfang ein wenig rumprobieren, wie man es am besten benutzt. Der Badezimmerspiegel sah nach der ersten Anwendung ziemlich nassgespritzt aus. Aber das hat man sehr schnell raus, inzwischen bleibt der Spiegel spritzerfrei. 

Positiv ist auch, dass das Gerät sich nach zwei Minuten ausschaltet, das schont den Akku.

Was mir weniger gut gefällt
Die Düsen, die auf das Gerät aufgesteckt werden, lassen sich sehr schwer abnehmen. Eigentlich ist es so gedacht, dass jeder seine eigene Düse hat, dazu sind auch "Wassertropfen" aufgedruckt, ein ausgefüllter und einer nur eine Umrandung. Da ich aber Angst habe, die Düse abzubrechen, bzw. die Halterung auszuleiern, benutzen mein Mann und ich die selbe Düse. Wenn übrigens nicht jemand im Produktestblog bei trnd auf die aufgedruckten Wassertropfen hingewiesen hätte, wären die mir nie im Leben aufgefallen. Grau auf Grün ist nicht wirklich gut zu sehen und ich kam nicht auf die Idee, dass der Aufdruck auf den Düsen der Unterscheidung dient. Das ging wohl nicht nur mir so. Besser wäre es, wenn es die Düsen in unterschiedlichen Farben gäbe oder der Aufdruck sich deutlicher vom Grün abheben würde.

Die Ladestation finde ich auch nicht so gelungen, sie ist recht klein und wenn der AirFloss draufsteht, ist das eine recht kippelige Angelegenheit. 

Ladestation

Auch die Tankklappe macht auf mich den Eindruck, als könnte sie recht schnell ausleiern und somit nicht mehr dicht schließen. Das ist bisher aber nicht der Fall und da mag mich mein Eindruck auch täuschen.

Für den Preis hätte ich alles in allem etwas erwartet, das hochwertiger wirkt. Aber das ist ein rein subjektiver Eindruck, es heißt nicht, dass das Gerät schlecht bzw. schlecht verarbeitet wäre. Funktionieren tut es 1A. Aber nun komm ich für mich zum Knackpunkt - der Preis. Für den Sonicare AirFloss muss man je nach Händler zwischen etwas über 80 Euro bis knapp 100 Euro hinlegen. Und das finde ich persönlich deutlich zu teuer. Ersatzdüsen kosten im Doppelpack ca. 10 bis 12 Euro, 14 Euro habe ich auch schon gesehen. Das empfinde ich als ganz schön heftig. 

Mein Fazit
Obwohl ich mit dem Sonicare AirFloss sehr zufrieden bin und ich ihn sicher auch weiter benutze, wenn ich ihn nicht hätte testen dürfen, hätte ich ihn nicht gekauft, da er mir zu teuer wäre. Läge er so im Bereich von 40 bis 50 Euro, fände ich das okay.


Kommentare:

  1. *schnappatmung*
    Wie teuer ist das Ding???
    Ich hatte eine komplette Zahnpflegestation von Braun (ink. Munddusche) für das gleiche Geld. Dummerweise ist das tolle Ding im Eimer :(

    AntwortenLöschen
  2. Hallo, hier trinidi von trnd. Toller Blog und tolles Feedback für Philips. Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen

Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

Dieser Blog ist keine kostenlose Werbefläche. Wer was verkaufen will, sucht sich bitte eine andere Plattform.

Kommentare unter älteren Blogeinträgen erscheinen erst nach Freischaltung von mir.