Freitag, 12. August 2011

Das deutsche Durchschnittswohnzimmer

Die Agentur Jung von Matt hat ermittelt, wie das durchschnittliche deutsche Wohnzimmer aussieht, nämlich so:

  1. Weiße bzw. pastellfarbene Raufasertapete, diese Farben findet man auch an den Steckdosen und Lichtschaltern
  2. Helle Polstergarnitur (Eckvariante, bevorzugte Farben Eierschale oder Terracotta) mit passendem Sessel
  3. Auf dem Glascouchtisch liegen die aktuelle TV-Zeitschrift, die Brigitte und das ADAC-Magazin
  4. Es gibt eine (helle) Schrankwand und ein Sideboard mit Familienfotos und Sammelkram
  5. Dunkelblauer Velourteppich, denn der ist so schön pflegeleicht und man sieht Schmutz nicht so schnell
  6. Auf dem Fensterbrett stehen Alpenveilchen, Orchideen und Efeu
  7. Der Durchschnittsfernsehr ist ein Flachbildgerät von Samsung und hat 37 Zoll, Full-HD und LCD
  8. Der DVD-Player ist von SEG
  9. Kabelanschluss
  10. Es gibt einen Computer mit Internetanschluss und Flachbildschirm
  11. Telefoniert wird mit einem Telekomgerät
  12. An der Decke hängt eine Leuchtschiene von Ikea, beliebtestes Modell: Leding
Und so sieht es bei uns aus:
  1. Weiße Raufasertapete, cremefarbene Steckdosen und Schalter
  2. Schwarze Eckwohnlandschaft in Lederoptik mit passendem Sessel
  3. Rustikaler Holzcouchtisch aus dunklem Holz (Kolonialstil), darauf eine blaue Schüssel mit Stumpenkerzen, dekoriert mit Kieselsteinen und Muscheln, ein Prospekt von Mini, ein Zollstock, eine Flasche Neo Balistol, Conrad-Katalog, ein Buch, Fotokamera, Fusselrolle, Zirkulinsalbe, ein paar Ausdrucke, ein Halter mit Untersetzern (Ikea)
  4. Ein hoher Schrank (keine Schrankwand), dunkles Holz und Front lackschwarz auf dem ein Drache steht, passendes Regal in etwas ausgefallenerem Design mit Dekozeug, u.a. ein Horus und eine Bastet in schwarz, ein Holzelefant und eine Holzkatze, verschiedene Drusen, Pyrit, silberne Kugel, Complete Monty Python Boxset. Keine Familienfotos, gibt es in der ganzen Wohnung nicht, dafür hängt ein Akt von Christian Coigny über der Couch. Oh, und ein chinesischer Hochzeitsschrank steht neben dem großen Kratzbaum. P.S. Weder haben wir eine TV-Zeitschrift abonniert noch kaufen wir eine, das gilt auch für Brigitte und Co. Einzig die ADAC-Motorwelt findet man bei uns, allerdings meistens sofort im Altpapier. Dafür liegt gerne mal eine c't oder das aktuelle Karfunkel auf dem Tisch.
  5. Laminat, keine Teppiche, vor und auf dem Sessel Schaffelle für die Katzen
  6. Keine Pflanzen (wegen der Katzen)
  7. Der Fernseher ist tatsächlich ein Flachbildgerät von Samsung, aber 42 Zoll
  8. Kein DVD-Player, dafür ein Windows Home Server, der auch Blu-ray kann
  9. Kein Kabelanschluss, dafür VDSL mit Fernsehen über Internet
  10. Laptops
  11. Zwei Festnetztelefone, einmal Siemens, einmal swissvoice
  12. Tiffany-Hängelampe
Idee: Wie wär's wenn wir daraus ein Stöckchen machen? Ich schmeiß es einfach mal in die Runde. Wer's fängt, kann sein Wohnzimmer ja auch in den Kommentaren verlinken. :)


Mehr über das "Jung von Matt"-Projekt inklusive Bilder vom Durchschnittswohnzimmer hier: http://jvm-wozi.de/

Kommentare:

  1. Was für ein Schwachsinn ist das denn, bitte? Ne, also wirklich, da muss was passieren. Das mit dem Stöckchen ist eine super Idee, ich krall mir das gleich mal um den Agenturblödsinn zu widerlegen ;D

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  2. @Sam Tu das. Ich kann mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass das typische deutsche Wohnzimmer so aussehen soll (vor allem, wenn ich mir die Fotos auf der Seite des JvM-Projektes betrachte *schauder*). Aber vielleicht ist da bloß der Wunsch der Vater des Gedankens. :D

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  3. Mein Beitrag ist jetzt hier zu finden :)

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  4. 7,10 und 12 passen bei mir. Und zur Eckcouch tendiere ich auch, hab aber ne orangegelbe 2-3 Kombi :)
    Meine Zeitschriften lese ich nur aufm Klo. Und Teppich geht gar nicht. Und Schränke hab ich nich. Nur nen olles Billy, randvoll mit Büchern, CDs und DVDs, was aber bald einem Wandregal Platz machen soll.
    So is das nämlich. Woll.
    Ich werd das Stöckchen aber die Tage auch mal auffangen :)

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  5. Moment. Haben sie das Durchschnittliche Wohnzimmer ermittelt, oder ermittelt welche Einzelkomponenten überdurchschnittlich oft vorkommen. Ich tippe auf das Letztere. Dann ist es aber statistisch unzulässig davon auf das Erstere zu schließen, weil bei mehreren verknüpften Einzelkomponenten die Wahrscheinlichkeit gegen null geht...

    Statistikagenturschwachsinn!

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  6. So. Ich hab mein Wohnzimmer nu auch mal unter die Lupe genommen. Das Ergebnis gibts hier: http://urmelgemurmel.wordpress.com/2011/08/13/deutsche-spiesigkeit-im-hause-urmel/

    LG
    Urmel

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  7. @112624000127532098958 (^^) Ist doch piepschnurzegalwurscht, macht trotzdem Spaß. ;)

    @urmelgemurmel :)

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  8. so, mein beitrag ist raus :)

    http://cucuracha-citysickness.blogspot.com/2011/08/das-deutsche-durchschnittswohnzimmer.html

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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