Dienstag, 23. November 2010

Katzenterroristen

Samstag:
Das Koelschgirl öffnet noch schlaftrunken die Schlafzimmertür und schlurft den Flur Richtung Wohnzimmer hinunter. Der Weg führt sie an der Küche vorbei und ist mit dem ein oder anderen weißen Fetzen bedeckt. Sie denkt sich noch nicht viel dabei, werden die Miezen wohl irgendwo ein Stück Papier gefunden haben. Nun ist das Koelschgirl auf Höhe der Küche angekommen und ihr müder Blick fällt nach links auf den Boden der Küche. Und sie ist schlagartig wach. Der Boden ist bedeckt mit kleineren und größeren Fetzen, die verdächtig nach einer ehemaligen Küchenpapierrolle aussehen. 

Und mittendrin sitzt eine Conina-Katze und grinst breit. Wer behauptet, Katzen können nicht grinsen, dem habe ich schon lange erzählt, dass er falsch liegt, aber dass eine Katze derartig breit grinsen kann, das hätte selbst ich nicht für möglich gehalten.

Nacht von Montag auf Dienstag:
Mehrfach wurde der Schlaf rüde von klirrenden und polternden Geräuschen unterbrochen. Ich gehe nie sofort gucken, was die plüschigen Terroristen nun schon wieder angestellt haben, denn ich befürchte, wenn sie einmal raus haben, dass man mit genug Lärm Menschen aus Schlafzimmern locken kann, dann war's das  völlig mit der Nachtruhe. Zweimal habe ich so ca. 15 Minuten nach dem erfolgten Lärm nach dem Rechten gesehen.  

Szenario Nr. 1: Eine der Katzen hat Geschirr, das auf der Spüle stand abgeräumt. Da war nichts dabei, was hätte kaputt gehen können. So blöd bin ich dann doch nicht. Ich sammele das Zeug auf und gehe wieder ins Bett.
 
Szenario Nr. 2: Einer von vier Nassfutternäpfen liegt umgestürzt halb auf  einem Trockenfutternapf. Nassfutter verteilt sich auf dem Küchenboden und im Trockenfutternapf. Conina-Katze versucht entflohene Nassfutterstückchen wieder einzufangen. Nassfutterstückchen sind schnelle kleine Biester und schaffen es mit unglaublicher Geschwindigkeit in nicht einfach zu erreichende Ecken und unter Schränke zu entfliehen. In Vertrauen auf ihre Fähigkeiten als Nassfutterstückchenjägerin überlasse ich Conina das Feld und gehe wieder ins Bett. 

Szenario Nr. 3 (kurz nach dem Aufstehen): Den vorrausgegangen Lärm habe ich offensichtlich nicht mitbekommen, aber unbeträchtlich war der sicher nicht. Muss wohl während meiner aus Erschöpfung resultierten komaartigen Tiefschlafphase passiert sein. Wieder Tatort Küche. Die Minianlage, die mich während des Kochens oder Putzens über wahlweise Radio oder CD-Player mit Musik beglückt liegt schwerverletzt oder sogar tot auf dem Küchenboden. Die Abdeckung eines Lautsprechers liegt ca. 1 Meter entfernt. Ob noch Leben in der Anlage steckt, kann ich nur feststellen, in dem ich sie wieder mit dem Lebenssaft versorge, der aus der Steckdose kommt. Diese Verbindung war getrennt. Tot ist sie nicht, aber halbtot, nie wieder wird sie mir meine Lieblings-CDs vorspielen. Immerhin tut's das Radio noch. 

Ach ja, die Nassfutterstückchenpopulation wurde über Nacht völlig ausgelöscht.


Und so sehen Terroristen aus


Kommentare:

  1. Ich bin SO beruhigt, dass nicht nur meine Katzen so sind :-)

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  2. hach ja :-))))))))mich interessiert nächtliches Geschepper auch null .....die Bescherung seh ich dann noch früh genug ....aaaaaaaber Küchenrolle ist allseits beliebt;-)

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  3. @Lyanca Lach. Aber mal ehrlich, wie langweilig wäre das, wenn wir so Stubentiger hätten, die immer nur brav und schmusig sind. So gerne ich Katzen kraule, ihren "Aktionismus" liebe ich auch. ^^

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  4. @Paderkroete Von Küchenrollenzerstörern waren wir bis dato verschont, aber siehe obige Antwort auf Lyancas Kommentar. ;)

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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