Montag, 6. September 2010

Von Dämonenkatzen, Baumtrollen und sanften Riesen

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Lily, die Dämonenkatze


Katzenzüchter, egal ob professionell oder Hobbyzucht, geben ihrer Zucht in den meisten Fällen einen Namen, so stammen Lily und Aina aus einer Zucht, einer sogenannten Cattery, namens of Usa Coons. (die es inzwischen aber wohl nicht mehr gibt) Pasha trägt den "Nachnamen" of Mount Tacoma. Sehr oft haben die Namen der Catteries von Maine Coon Züchtern irgendetwas mit Amerika zu tun, da diese Rasse aus Amerika, genauer gesagt aus dem Nordosten der USA, noch genauer aus der Gegend von Maine stammt. Dort hat sie sich natürlich entwickelt, ist also nicht gezielt gezüchtet worden, aber das nur am Rande. Es gibt aber auch so, im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Namen wie "von der Elfenbrücke"oder "von den Baumtrollen". Auch witzige Namen, wie "von der bösen Nachbarschaft" oder "vom Zickenhaus" begegnen einem. In jedem Falle werden sich die Züchter ein paar Gedanken gemacht haben, was einen passenden Namen angeht.

Heute ist mir in einem Forum eine Maine Coon-Zucht begegnet, deren Namen mich hat stutzen lassen; er lautet "Rakshasa Tigers". Nun habe ich vor einer Weile ein Buch aus dem Genre Urban Fantasy gelesen, Magic Strikes von Ilona Andrews, in dem Rakshasa vorkamen. Und um's mal nett auszudrücken, das waren keine freundlichen Wesen, eher das absolute Gegenteil. Da mir der Name wie gesagt heute wieder begegnete, wollte ich mal ein bisschen mehr über diese Wesen wissen und bemühte Wikipedia, wo Folgendes zu lesen ist:

"Die Rakshasa (Sanskrit, m., राक्षस, rākṣasa) sind Dämonen aus der indischen Mythologie.
Sie wohnen in einer eigenen Welt und bilden sogar ganze Staaten, doch oft brechen sie in die Menschenwelt ein und dies in verschiedensten Formen. Sie werden oft als Tiere, z. B. Geier, Hunde oder Tiger oder als besonders hässliche Menschen dargestellt. Oft haben sie in diesen Darstellungen große, blutige Fangzähne. Die weibliche Form dieser Dämonen sind die Rakshasi.
Man sagt ihnen nach, dass sie starre Augen ohne Lidschlag haben und dass sie keinen Schatten werfen. Sie fressen Menschenfleisch und stellen Frauen lüsternerweise nach, die Rakshasi sollen jedoch für Schwangere gefährlich sein und Seuchen verbreiten.
[...] Den Legenden zufolge werden Menschen nach ihrem Tod zu Rakshasa/i, wenn sie während ihres Lebens von einem menschlichen Gehirn gegessen haben. Sie sind insgesamt böse Geisterwesen, ähnlich den Teufeln der europäischen Vorstellung. Sie sollen eine Opposition zur lichten Welt der Götter darstellen."
Und ich frage mich, wie man auf die Idee kommen kann, seine Katzen nach blutrünstigen, Menschenfleisch fressenden Dämonen zu benennen. Zumal es kaum eine freundlichere, sanftere und sozialere Rasse als Maine Coons gibt. Nicht umsonst tragen Coonies den Beinamen Gentle Giants (sanfte Riesen). ;)

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Nachtrag vom 24.09.2010 - Die Züchterin der RakshasaTigers ist vor Kurzem auf diesen Eintrag hier gestoßen und schrieb mich an. Es gingen ein paar Mails hin und her und wir beschlossen, dass Nila selbst als Gastautor etwas zu ihrer Cattery und zur Namensfindung und Namensgebung schreibt. Der Artikel ist hier zu lesen. :)



Quellen: http://www.high-crime.org/lms3/?l und http://de.wikipedia.org/wiki/Rakshasa

1 Kommentar:

  1. "blutrünstigen, Menschenfleisch fressenden Dämonen" - die haben bestimmt Bekanntschaft mit meinem Kater gemacht. Bei ihm würd der Name passen. Vielleicht sollt ich über eine Umbenennung nachdenken :-)

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