Donnerstag, 26. August 2010

Schicksal

Soulmate
by Julia

As a child you learn of a soul mate…a person made perfectly for you, your two souls become connected as one and are destined to be together until the end of time.

Through adolescence you grasp on to this idea of a soul mate, believing you will someday find the one.

But after much heartache and many rivers of tears, this notion you’ve held onto for years begins to fade.

As time goes by, day by day, year after year, you move forward, accepting of your failures and proud of your successes…until that day.

This is a day like any other, it begins no differently than yesterday and the days before, but it is a day that will change you forever, a day that the magic and fantasy of a soul mate becomes real.

For each of us it happens differently…the holding of eye contact, an introduction, a smile. Regardless of how it began, the moment is unforgettable.

It was a magical moment, frozen in time, the surroundings, the smells, the feeling you felt.

The rush of warmth through your body felt exhilarating and new, yet somehow familiar. It was a feeling you imagined time and again…but never this powerful.

As butterflies fluttered in your stomach it was an explosion of emotions. Who is this person that can make me feel this way?

As this invisible force draws you to this person you can sense a mutual feeling. A connection unlike any other you’ve experienced before, impossible to resist.

You feel a burning, a fire from deep inside, that you can’t ignore. From that first second of encounter this person is there with you, in every thought and action…causing you to smile, laugh, and feel more alive than ever before.

This person becomes a part of you, your other half…your soul mate.

And as you learned as a child, this person was made perfectly for you, your two souls are connected as one and are destined to be together until the end of time.



Gefunden auf: http://www.theromantic.com


Smiley from millan.net


Ganz so, wie es der Text oben beschreibt war es nicht, als mein Schatz mir das erste Mal begegnete. Das war 2004, also vor rund 6 Jahren. Er fing grade neu in der Firma an, in der ich auch arbeitete. Ich saß an meinem Schreibtisch und er ging vorbei ins Büro der beiden Chefs. Mein Blick verfolgte seinen Weg und plötzlich schoss mir durch den Kopf "Das ist er also." Exakt diese Worte, kurz und nüchtern. Im fast gleichen Moment fragte ich mich: Was war denn das jetzt? Das ist er? Wie komme ich denn bitte darauf? Die "vernünftige Stimme" in mir meinte dazu, er ist doch in einer Beziehung, kommt als gar nicht in Frage und überhaupt, wieso denn grad er? Eine Antwort bekam ich nicht. Dass er in einer Beziehung war, wusste ich von meiner Kollegin, die eine Freundin von ihm und auch seine Ex war, sie war es letztendlich, die ihn in die Firma geholt hatte. Ich dachte nicht weiter nach über das, was grad passiert war. Es war auch nicht so, dass ich mich auf den ersten Blick in ihn verliebt hatte.

Das Leben ging weiter seinen Gang, erzählt habe ich damals niemandem davon. Wirklich viel hatte ich in den nächsten paar Monaten nicht mit ihm zu tun und ich dachte auch nicht mehr an die Worte meiner inneren Stimme. Es wurde Februar und ich hatte einen Traum: Meine Hochzeit stand an und ich war nicht wirklich glücklich, es war eine Art arrangierte Ehe, eine Vernunftehe. Kurz bevor die Zeremonie stattfinden sollte, wollte ich nochmal einen kurzen Moment für mich alleine haben. Ich fand ein sonniges Plätzchen auf einer Bank vor einem Haus und setzte mich. Da kam er vorbei, sah mich und setzte sich zu mir auf die Bank. Er schaute mich an und fragte leise, ob alles in Ordnung sei. Ich sah ihn an und es brach aus mir heraus. "Ich will diesen Mann nicht heiraten! Ich habe dich gewollt. Aber ich dachte immer, du hättest kein Interesse an mir." Er sah mich an, nahm meine Hand und sagte: "Hätte ich das doch bloß gewusst. Ich hatte doch Interesse an dir, aber ich dachte, du würdest niemals welches an mir haben." Wir schauten uns mit großen Augen an und beschlossen, dass ich den anderen Mann nicht heiraten könne. Der einzige Weg, um keine Katastrophe auszulösen war, dass wir beide auf der Stelle heiraten würden. Und genau das wollten wir dann tun... Da wachte ich auf und ich weiß noch, dass ich dachte, warum in aller Welt habe ich das grade geträumt? Der Traum beschäftige mich die ganze restliche Nacht. Etwas nagte an mir, ich hatte das Gefühl, dass das mehr als nur ein Traum gewesen war, dass es eine Botschaft gewesen war.

Ein bisschen später nahm meine Chefin mich nach der Arbeit mit, um mich nach Hause zu fahren. Dann tat sie etwas, was sie eigentlich nie machte, nämlich private Dinge über andere Leute in der Firma zu erzählen. Sie fragte mich, ob ich wüsste, dass er nun wieder Single sei, er und M. hätten sich grade getrennt. Nein, ich wusste das nicht. Ich weiß noch, dass ich mir dachte, warum erzählt sie mir denn das jetzt? Der Traum stand mir plötzlich wieder vor Augen und ich fragte mich: Hey, Universum, willst du mir irgendetwas mitteilen? Eine Antwort bekam ich nicht, aber irgendwie lies mich das alles nicht mehr so ganz los.

Noch ein bisschen später tauchte er immer öfter an meinem Schreibtisch auf. Wir wechselten ein paar Worte. Irgendwann gingen wir nach der Arbeit mal etwas zusammen trinken, da erfuhr ich ganz offiziell, dass er nun wieder Single sei. Es war ein netter Abend, aber auch nicht mehr. Verliebt hatte ich mich immer noch nicht. 

Dann verabredeten wir uns zum gemeinsamen Kochen bei ihm. Das war der Samstag, der 2. April 2005. Es waren ein paar schöne Stunden, alles lief locker und selbstverständlich, alles war irgendwie sehr vertraut. Irgendwann saßen wir zusammen auf der Couch, aneinandergelehnt und er hatte mich im Arm. und wir quatschten über alles Mögliche. Mehr nicht. Gegen Abend fuhr ich nach Hause, plumpste mit ausgebreiteten Armen auf mein Bett  und erwischte mich dabei, dass ich ein breites Grinsen im Gesicht hatte, das nicht mehr weggehen wollte. Ich dachte nur "Ohwei, ich glaub, ich hab mich verliebt." 

Sonntag hörten wir nichts voneinander. Montag war er nicht in der Firma, weil es ihm nicht gut ging. Aber wir chatteten miteinander. Er beklagte sich, dass er so allein sei. Normalerweise hätte ich an dieser Stelle die Bremse angezogen und niemals das gemacht, was ich dann getan habe. Ich schlug ihm vor, dass ich nach der Arbeit vorbeikommen und dann mit ihm kuscheln könne. Das Koelschgirl war nie eine von der schnellen Sorte, sondern eher die, die "es langsam angehen lässt" und es dem Mann überließ, aktiv zu werden.  Ich war in diesem Moment über mich selbst erstaunt und ein Teil von mir hüpfte leicht panisch auf und ab und schrie: "Was machst du denn da? Spinnst du?" während der andere schrieb, dass ich mich dann gleich auf den Weg machen würde. 

Und als ich dann bei ihm ankam, haben wir gekuschelt (nein, das ist kein Synonym für Sex ;) )  und uns das erste Mal geküsst. Als ich diesmal wieder nach Hause fuhr, schrieb ich einer Freundin während ich auf meine Straßenbahn wartete eine SMS mit den Worten: "Du, ich glaub, ich bin kein Single mehr." Und so war's dann auch. 

Seitdem bin ich glücklich, glücklich, dass dieser Mann offensichtlich mein Schicksal ist, mein Soulmate. Und auch wenn es sich kitschig anhört, es fühlt sich oft an, als seien unsere Seelen verbunden. Es fühlt sich an, als sei ich nun endlich komplett. Es ist, als könnten wir die Gedanken des anderen lesen, wir haben oft zur gleichen Zeit die merkwürdigsten Gedanken. Und uns tun sogar oft dieselben Körperteile weh. "Du, ich hab da so ein Stechen im Knöchel." "Im linken Knöchel, oder?" "Ja, wieso? Du auch?" "Ja." Wir haben oft Appetit auf dieselben Dinge. Vor einer Weile hatte ich plötzlich Lust auf Sauerkraut. Weder er noch ich sind große Sauerkrautfans. Ich erwähnte es nicht. Wir gingen einkaufen und ich stellte mich an der Kasse an, während er nochmal in den Gängen verschwand, um etwas zu holen, was wir vergessen hatten. Als er zurückkam, meinte er, er sei grad an den Dosen vorbeigelaufen und hätte da Sauerkraut gesehen, irgendwie hätte er mal wieder Lust auf Sauerkraut, er wüsste auch nicht warum. Während einer Konfirmationsfeier bei meiner Tante, als es grad Kaffee und Kuchen gab hatten wir plötzlich Lust auf Brennnesselkäse. Ich kann schon nicht mehr zählen, wie oft uns soetwas passiert. Auch für die Stimmung des anderen haben wir sehr feine Antennen und dafür müssen wir uns nicht mal sehen oder hören. Ein paar an sich nichtssagende Worte im Chat reichen aus. Naja, genug davon. ;) 

Ich bin, wie gesagt einfach nur glücklich, mit diesem Mann zusammen zu sein. Ihn zu lieben und von ihm geliebt zu werden ist wunderbar. Dass ich jemals würde sagen können, ich bin mir sicher, ohne jeden Zweifel, dass er der Richtige ist, das hätte ich bevor wir uns fanden, nie geglaubt. 

Heute sind wir 1 Jahr verheiratet. Ich liebe dich!






Kommentare:

  1. Wie romantisch *seufz* Eine wirklich wirklich schöne Geschichte, die ihr irgendwann euren Enkeln erzählen könnt! :-)
    Mit meinem McDreamie fings übrigens ganz ähnlich an, wie bei euch... :) Aber mein Seelenverwandter ist er nicht. Sowas habe ich bisher auch noch nie erlebt, deshalb auch nie daran geglaubt. Finde es toll, zu hören, dass es sowas wirklich gibt, macht mich aber auch uuuunerheblich neidisch ;-)

    LG

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  2. Ich glaube, bevor mein Schatz und ich uns kennengelernt haben, haben wir da beide nicht (mehr) dran geglaubt.

    Enkel wird's übrigens eher nicht geben, da fehlt eine relativ wichtige Voraussetzung für. ;)

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