Mittwoch, 7. April 2010

Quote of the Day - Zitat des Tages - Helen Keller

Security is mostly a superstition. It does not exist in nature, nor do the children of men as a whole experience it. Avoiding danger is no safer in the long run than outright exposure. Life is either a daring adventure, or nothing. The fearful are caught as often as the bold.
Helen Keller (1880 -1968)

Kurze Info zu Helen Keller:
Helen Keller wurde im Alter von 2 Jahren durch eine Hirnhautentzündung taub und blind. und war im Grunde von heute auf morgen von allem abgeschnitten. Sie versuchte, mit selbst erfundenden Handzeichen mit den Menschen um sie herum zu kommunizieren, doch sehr oft verstand niemand, was sie mitteilen wollte. Verständlich, dass das kleine Mädchen deshalb immer frustrierter wurde und auch Wutanfälle bekam. Als Helen 6 Jahre alt war, kam eine junge Lehrerin für Blinde namens Anne Sullivan Macy zu der Familie, der es mit viel Geduld gelang, Helen (Zeichen)Sprache beizubringen. Sie ließ dazu Helen Dinge erfühlen und buchstabierte ihr gleichzeitig die Worte dafür in die Handfläche. Dies war Helen jedoch bald zu wenig, sie wollte auch gesprochene Sprache verstehen. Ihr gelang es, gesprochene Worte durch Abtasten der Lippen zu verstehen und auch selber zu reproduzieren. Trotz ihrer Behinderung studierte Helen am Radcliff College und lernte sogar mehrere Fremdsprachen, Deutsch und Französisch waren darunter. Im Alter von 24 erlangte sie ihren Abschluss als Bachelor-of-Arts cum laude.

Mehr Infos zu Helen Keller hier

Ich habe vor Jahren als Teenager die englische Ausgabe von Helen Kellers "Story of my life" in dem sie selber beschreibt, wie sie lernte zu kommunizieren und zu lesen geschenkt bekommen und habe das Buch verschlungen. Ich habe es inzwischen sicher mindestens fünf mal gelesen und bin jedes Mal aufs Neue fasziniert, wie es einem kleinen Mädchen, das im Grunde fast völlig von der Welt abgeschnitten war doch gelang, an dieser teilzunehmen.

Das Zitat habe ich ausgewählt, weil ich finde, dass es es wunderbar in unsere Zeit passt. Überall schreit man nach Sicherheit und besonders unsere Kinder will man "auf Teufel komm raus" (so kommt es mir zumindest vor) beschützen. 100%ige Sicherheit kann es nie geben und wie Helen Keller sagt "Security is mostly a superstition" - Sicherheit ist vor allem Aberglaube. Das was heute als Sicherheit schaffen betrachtet wird, ist in meinen Augen oftmals nichts weiter als ein Selbstbetrug. Und statt Vorteile zu bringen, schränkt man sich nur immer mehr ein, beraubt sich immer mehr seiner Freiheit - und merkt es nicht einmal oder will es nicht merken.

"Avoiding danger is no safer in the long run than outright exposure. Life is either a daring adventure, or nothing. The fearful are caught as often as the bold." - Gefahr zu vermeiden ist langfristig nicht sicherer als ihr direkt gegenüber zu treten. Die Ängstlichen trifft es genauso oft wie die Kühnen. So ist es, Sicherheit ist oftmals nicht mehr als eine Illusion. Schutz vor Terrorismus, wie es uns unsere Politiker glauben machen wollen, gibt es nicht. Das was da fabriziert oder besser fabuliert wird, ist Augenwischerei und ehrlich gesagt bezweifle ich, dass die meisten Politiker das selber glauben, was sie uns quasi als die ultimative Wahrheit verkaufen wollen. Ob mit dem "Getue um Sicherheit" nicht eher noch mehr Kontrolle und Überwachung der Bürger erreicht werden soll, ist eine Frage, die mich schon seit einer Weile beschäftigt. Ich glaube den Politikern jedenfalls nicht, wenn sie uns sagen, dass es darum geht, uns zu (be)schützen.

1 Kommentar:

  1. sehr gut überlege texte, gefällt mir gut. ich bin der gleiche meinung. ich bin auf die seite gestoßen, da ich gerade ein referat über helen keller für die schule machen muss. :)

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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