Donnerstag, 30. Juli 2009

Gedanken zur Nacht (bzw. zum frühen Morgen)

Hach je, da meint jemand, nur weil er 50 Jahre alt und somit knapp 15 Jahre älter als ich ist, er wäre auch gleich 15 mal lebenserfahrener und weiser als ich. Natürlich muss er mir auch gleich erzählen, dass meine zukünftige Ehe sowieso schon zum Scheitern verurteilt sei, nicht mit diesen Worten, aber es war schon klar, was er meinte, als er mir sagte, er wolle und könne mir "das" ja nicht nehmen. Vorangegangen war eine Bemerkung von mir, dass ich mich da wo ich jetzt sei, sauwohl fühlen würde. Woraufhin er dann meinte, ja, bis mein Liebster mir einen Arschtritt verpassen würde. Ich erwiderte, dass ich nicht davon ausgehen würde, dass das so schnell passieren würde. Jaja, das sei ja auch mein Erster, ich noch am Anfang und er eben schon 50. Meine Antwort war dann, dass mein Liebster ganz sicher nicht meine erste Beziehung sei, sondern nur der erste, den ich heiraten würde. Tjo, und dann kam, dass er mir das ja nicht nehmen könne und wolle. Hat nur noch gefehlt, dass er mir sagt, ich solle es genießen, solange es dauert...

Meine Güte, mag sein, dass unsere Ehe nicht ein Leben lang hält, aber wir würden nicht heiraten, wenn wir nicht der Meinung wären, dass wir zumindest die besten Voraussetzungen dafür haben. :D Was wir daraus machen, das liegt an uns. Garantien für eine glückliche Ehe gibt es nicht, auch der Trauschein ist ganz sicher keine. Eine Beziehung oder Ehe bedeutet auch immer Arbeit an sich und an der Beziehung und im Idealfall macht diese Arbeit einen Heidenspaß. Im Moment und seit mehr als 4 Jahren ist das bei uns der Fall (behaupte ich jetzt mal ganz frech auch im Namen meines Schatzes).

Ich denke nicht, dass diese Sicht etwas mit Naivität (was mir auch schon gesagt wurde) zu tun hat, dafür habe ich in vorangegangenen Beziehungen schon zuviel (Schmerz) erlebt, um es mir noch leisten zu können naiv zu sein. Ich war es auch nie. Ich habe nie erwartet, von meinem Prinzen auf dem weißen Ross gefunden zu werden, um dann auf ewig mit ihm glücklich zu sein. Ich war, glaube ich, aber auch nie die Prinzessin. :D Pessimistin war ich jedoch auch nie und ich hoffe, ich werde es auch nie sein. Liebe ist immer ein Wagnis, wer liebt, kann auch verletzt werden. Aber wer vermeiden will, verletzt zu werden, der kann in meinen Augen nicht erleben, was es bedeutet aus tiefsten Herzen zu lieben und geliebt zu werden. Dass jemand mal verletzt worden ist, bedeutet nicht zwangsläufig, dass das immer wieder so sein wird. Selbst, wenn er mehrmals verletzt wurde, das nächste Mal kann es ganz anders sein.

Meine Eltern haben sich nach 20 Jahren Ehe scheiden lassen, die Eltern meines Verlobten waren über 40 Jahre glücklich miteinander. Meine Mutter lebt in einer Beziehung und mein Vater hat vor 4 Jahren wieder geheiratet. Übrigens fanden alle drei Hochzeiten im August statt, und die zweite meines Vaters sogar am gleichen Tag wie unsere Hochzeit. Ich seh das als gutes Omen. :)

Nee, nee, ich lass mir doch von so einem Pseudoweisen nicht meine Prehochzeitsstimmung vermiesen. gg

Millan.net

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