Dienstag, 24. Juni 2008

Update / Zwischenbericht: Der Trend geht zur Drittkatze

Da ich drauf angesprochen wurde, möchte ich heute mal einen Bericht darüber geben, wie unser neuer Kater sich bei uns eingelebt hat.

Zuerst einmal, der Kater, der als Kitty zu uns kam und dann in Rincewind umgetauft wurde, heißt inzwischen auch nicht mehr Rincewind sondern Bonkers. Bonkers zum einen wegen des Geräuschs ("Bonk!"), das sein Köpfchen beim Aufprall auf unsere Schienbeine oder andere Körperteile macht, wenn er Köpfchen oder besser gesagt Kopfnüsse gibt und Bonkers zum anderen, weil dieser englische Begriff sinngemäß "durchgeknallt" bedeutet. Und das ist er! Bonkers heißt nun auch offiziell Bonkers, denn das steht in seinem niegelnagelneuen Impfpass, den er bekommen hat, als er vor 3 Wochen kastriert und geimpft wurde.

Anfangs dachten wir ja eher, dass Bonkers eine richtige Schisserkatze ist, doch dieser Eindruck hat getäuscht. Das einzige, wovor er wirklich Schiss hat, sind fremde Leute in der Wohnung und Geräusche im Hausflur, die vermuten lassen, dass demnächst fremde Leute unsere Wohnung betreten. Er verkriecht sich dann allerdings nicht unter der Couch, wie er das wohl bei seinen Vorbesitzern getan hat, sondern erklimmt das Bücherregal, das auch in der eingefügten Präsentation zu sehen ist.

Ansonsten betrachtet er die Wohnung als sein Revier, in dem er der Herr, äh herrschende Kater im Haus ist. Das gefällt unseren beiden Rasseladies aber nun so gar nicht. Bonkers wird angeknurrt und angegrollt und kommt er zu nah, wird auch gefaucht und nach ihm geschlagen. Richtige Prügeleien gab es noch nicht, aber lautstarke Auseinandersetzungen, bei denen vorzugsweise unsere weiße Diva Lily wie ein wild gewordener Panther rumkreischt gibt es des Öfteren. Bonkers interessieren diese Aggressionen die meiste Zeit nicht wirklich, er ignoriert sie weitestgehend. Was, wie ich kürzlich gelesen habe, einfach nur bedeutet, dass er sich für die dominante Katze hält, die es nicht für nötig sieht, ihren Status klar zu stellen.




Leider zeichnet sich, was diese Antipathien angeht, keine Besserung ab. Wir versuchen es jetzt noch mal mit Bachblüten und eben Zeit. Sollte sich da aber in den nächsten 4 bis 6 Wochen nichts ändern, müssen wir sehen, was wir machen. Denn letztendlich bedeutet das schon auch Stress für unsere „alte Hasen“, die ihr Verhalten uns gegenüber natürlich auch verändert haben. Aina, unsere Schwarze, ist weniger anhänglich und lässt sich von uns auch weniger gern schmusen, vor allem, wenn Bonkers zu nah dabei ist. Sie war es ja, die sich bisher für die Herrin im Hause gehalten hat…

Nuja, noch besteht die Hoffnung, dass sich das einrenkt, letztendlich ist Bonkers ja auch erst vor 3 Wochen kastriert worden und hat noch ein paar letzte Katerhormone in sich, die abgebaut werden müssen.

Uns gegenüber ist Bonkers ein absoluter Schmuser und er kann es gar nicht haben, wenn wir mal in einem Raum sind, in den er nicht mit hinein darf, dann wird vor der Tür rumgejammert und gekratzt. Das kommt auch schon mal nachts vor, wenn er der Meinung ist, dass wir uns gefälligst um ihn zu kümmern haben, statt zu schlafen. Zum Glück jammert er nicht so arg laut und auch nicht sehr ausdauernd.

Futter geben ist geradezu ein halsbrecherischer Akt, da der Kater jedes Mal zwischen den Beinen herumwuselt, tritt man aus Versehen auf ihn oder gegen ihn, kann es passieren, dass man Krallen oder Zähne im Fuß hat. Allerdings bekommt er dann von uns auch „einen Schlag mit der Pfote“ (warnender Klaps trifft es wohl eher) auf die Seite oder auf den Popo und das hat auch Wirkung gezeigt, er ist wesentlich vorsichtiger geworden, was den Einsatz von Krallen und Zähnen angeht.

Klüger als unsere Mädels ist er auch. Die Tür zum Arbeitszimmer schließt manchmal nicht richtig, und er hat recht schnell herausgefunden, dass man sich nur mal kurz dagegen werfen muss und schwupps ist sie auf und er im Arbeitszimmer. Unsere beiden folgen ihm dann recht schnell. Auf die Idee, dass sie das auch selber könnten, sind sie bisher aber nicht gekommen. ;-)

Wir hoffen jedenfalls, dass wir Bonkers behalten können. Denn auch wenn er uns bereits sehr ans Herz gewachsen ist und er im Vergleich zu den Mädels die deutlich schmusigere Katze ist, so wäre er es, der im Zweifelsfall gehen müsste, unsere Mädels haben einfach die älteren Rechte!

Meine Mutter würde Bonkers auch sehr gern ein neues Zuhause geben… aber lieber wär’s uns natürlich, er bliebe hier. :-)

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