Montag, 7. Januar 2008

Unser Trip nach Hamburg vom 2. bis zum 5. Januar

„Vorgeschichte"
Mein Schatz und ich sind Fans des Fantasyautors Terry Pratchett. Terry ist der „Erschaffer“ der Scheibenwelt; eine Welt, die nicht rund ist, sondern eben eine Scheibe. Sie ruht auf dem Rücken von vier Elefanten, die wiederum von einer riesigen Schildkröte getragen werden. So schräg wie diese Welt, sind auch die Geschichten der Scheibenwelt. Auch in diesen Geschichten gibt es Helden, Zauberer, Hexen und einige andere phantastische Geschöpfe, wie Zwerge, Trolle, Vampire oder Werwölfe. Doch auf der Scheibenwelt ist kein Held, kein Wesen so, wie man es in einem „normalen“ Fantasyroman erwarten würde. Wer Spaß an unglaublich schrägen Charakteren, humorvoll verpackter Philosophie und eben Fantasy hat, dem seien Terry Pratchetts Bücher ans Herz gelegt.

Irgendwann, während meiner Surferei durchs Internet stieß ich auf einer Terry Pratchett Fanseite auf einen kleinen Newseintrag; in Hamburg sollte demnächst ein Musical nach einem von Pratchetts Romanen uraufgeführt werden: Mort! Ich hab das gleich Schatz gezeigt und nachdem wir uns die Homepage des Musicals angesehen hatten, auf der es auch Hörproben gab, entschlossen wir uns, zwei Karten zu bestellen. Wir beschlossen aus dem Musicalbesuch einen Kurzurlaub von ein paar Tagen zu machen und ich suchte uns ein Hotel raus. Tjo, und am 2. Januar ging’s dann los.

2. Januar
Gegen 14 Uhr Nachmittags hatten wir alles gepackt und einen unserer Wohnungsschlüssel unserer Nachbarin gegeben, damit diese sich um unsere zwei Fellnasen kümmern konnte. Ein bisschen Bauchgrummeln hatten wir wegen der Katzen schon, da dies das erste Mal war, dass sie für ein paar Tage am Stück allein sein würden und nur einmal am Tag jemand nach Futter und Wasser schauen würde. Nunja, da mussten wir und auch die Katzen halt durch…

Dank Navigationssystem (jo, wir sind mit dem Auto gefahren) fanden wir den Weg in unser Hotel problemlos. Gegen 20 Uhr kamen wir an. Als wir dann auf unser „Zimmer“ kamen, waren wir erst mal baff. Ich hatte zwar vorher recherchiert und wusste, dass unser Hotel, das Hanse Clipper Haus, ein sogenanntes Suitenhotel war, aber das hat unsere Erwartungen echt übertroffen. Unsere Suite bestand aus zwei Etagen. Unten gab es eine kleine Küche, komplett mit Herd, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Kühlschrank, Spülmaschine und Geschirr, eine Sitzecke mit einem gemütlichen Sofa, Couchtisch und Korbsessel, einem großen Schreibtisch, einer Kommode, TV, Stereoanlage und Video. Oben war das Schlafzimmer, eine Art begehbarer Kleiderschrank und das Bad, mit großer Eckbadewanne, sowie noch ein zweites TV-Gerät. Durchgehend über beide Etagen gab’s eine Glasfront und unten einen großen Balkon mit Blick direkt auf den Hamburger Michel. Einfach nur WOW!


Bilder vom Hotel 
(Leider momentan keine Bilder mehr, 
da der Service, über den diese hier eingebunden waren, 
nicht mehr existiert)


Da wir beide keine große Lust mehr hatten, essen zu gehen, sind wir in einen Supermarkt, den es um die Ecke vom Hotel gab und haben uns dort eine Kleinigkeit zu Essen geholt. Auf dem Weg zum Supermarkt haben wir aber gesehen, dass es uns kulinarisch an nichts fehlen würde. Es gab einige portugiesische und spanische Restaurants, einen Italiener und sogar ein brasilianisches Restaurant.


3. Januar
Ich war schon ein paar Mal in Hamburg, weil eine Freundin von mir dort seit über 10 Jahren lebt, die wollten wir eigentlich auch besuchen, aber leider ist daraus nichts geworden, weil sie krank war. Den 3. Januar haben wir hauptsächlich damit verbracht, durch die Stadt zu bummeln und ein bisschen zu shoppen. Nachmittags im Hotel haben wir uns, von der ss-teifen Brise durchgekühlt, mit einem Vollbad wieder aufgewärmt. Haben wir das genossen! Wir haben zwar auch in Mannheim eine Badewanne, aber in der kann man nicht wirklich entspannen, da sie zu klein ist. Man hat die Wahl entweder bis zum Hals im Wasser zu liegen, dann schauen aber die Knie oder die Unterschenkel aus dem Wasser oder die Beine unter Wasser zu haben und dafür mit freier Brust dazusitzen, alles nicht wirklich entspannend. In der Badewanne im Hotel konnte man bis zum Kinn ins Wasser abtauchen und die Beine ausstrecken, ohne dass irgendein Körperteil frieren musste! Soooooiiiiifz!

Abends sind wir dann portugiesisch essen gegangen, so richtig lecker mir Portwein vorne weg und für mich als Nachtisch Karamell-Flan. Mjam!

4. Januar
Vormittags waren wir noch mal shoppen, da wir noch dringend Mützen brauchten. Unsere armen Öhrchen hatten Tags zuvor arg gelitten, beim Stadtbummel nicht so das Problem, weil wir uns in den diversen Einkaufspassagen aufwärmen konnten, aber heute wollten wir in Hagenbecks Tierpark. Wir sind dann auch fündig geworden und waren so gegen Mittag im Tierpark. Das war sehr schön – und sehr kalt – trotz Mütze! Besonders klasse ist aber das neue Tropen-Aquarium, das im Mai 2007 eröffnet wurde. Da gibt’s einiges zu sehen und das Ganze ist wirklich liebevoll und besonders für Kinder erlebnisreich gestaltet.
Bilder Hagenbeck's Tierpark
(Bilder von Hagenbecks Tierpark wird es hier nicht mehr geben, da ich deren Politik, dass man erst um Genehmigung bitten muss, wenn man diese veröffentlichen will, auch nicht kommerziell, nicht unterstütze.)
 
Den Rest des Nachmittags haben wir uns wieder im Hotel aufgewärmt und abends haben wir einen anderen Portugiesen ausprobiert. Aber das Highlight des Tages war das Musical! Wer bis zum 19. Januar noch nach Hamburg kommt, dem empfehle ich, sich dieses Musical anzuschauen. Wir waren begeistert. Zwar ist das eine kleine Produktion, die sich was Technik und Bühnenbild angeht, sicher nicht mit einem König der Löwen oder Ähnlichem messen kann, aber was die Show, die Musik, den Gesang und die Schauspieler angeht, kann Mort durchaus mit den Großen mithalten. Viele schräge Ideen, die Terry Pratchett sicher gefallen würden, sorgen für einige Lacher. Leider ist am 19. Januar die letzte Vorstellung. Eine Hörprobe gibt eshier und einen Videobericht hier.

5. Januar
Wir sind recht früh aufgebrochen, so gegen 11 Uhr. Mit einigen Pausen und Umleitungen durch das Navi, wegen Staus und Verkehrsbehinderungen, sowie schlechtem Wetter waren wir so gegen 18 Uhr wieder zuhause. Erwartet haben uns zwei leicht bedröbbelte Katzen und ein umgeworfener Weihnachtsbaum. Wie wir später von der Nachbarin erfahren haben, sind die beiden wohl in Hungerstreik getreten, sie meinte, die Male, wo sie nach den Futtertöpfen geschaut hat, seien diese kaum angerührt worden. Auch bei unserer Ankunft waren diese noch voll. Aber Aina und Lily haben wohl recht schnell beschlossen, dass die Welt nun wieder in Ordnung sei und am selben Abend noch geräuschvoll ihr Trockenfutter verputzt.

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