Montag, 10. September 2007

Arcor und Zensur - "Chinesiche Zustände"?

Grad hab ich gedacht, ich les nicht richtig. Arcor bevormundet seine Kunden, in dem der Internetprovider hingeht und Seiten sperrt, so dass sie von jemandem, der einen Arcor-Anschluss besitzt, nicht mehr aufgerufen werden können. Bei den gesperrten Seiten handelt es sich um Pornoseiten, die - Begründung von Arcor - "pornografische Inhalte ohne – oder ohne ausreichende – Altersverifikation frei zugänglich" machen.

Der komplette Artikel ist hier auf Heise zu lesen.

Ich finde das Bevormundung und Zensur der übelsten Art. Ich lasse mir nicht von meinem Internetprovider vorschreiben, welche Seiten ich besuche und welche nicht. Niemand wird gezwungen, sich Sexseiten anzusehen, wer diese besucht, tut das aus freien Stücken. Es kann nicht Aufgabe eines Providers sein, dafür zu sorgen, dass nicht Volljährige vor diesen Seiten geschützt werden, indem auch Volljährige mündige Bürger keinen Zugriff mehr haben.

Klar, einige werden sich nun wieder zurücklehen und sagen, was interessiert es mich, ich gehe nicht auf diese Schmuddelseiten? Doch was da betrieben wird, ist ein Eingriff in die persönliche (Entscheidungs-)Freiheit. Irgendwo hört es echt auf! Was wird als nächstes kommen?

Wir haben unseren Anschluss über Arcor und werden den wohl kündigen. Nicht, weil wir nicht auf Pornoseiten verzichten wollen, sondern eben weil wir das als Eingriff in unsere (Informations)Freiheit sehen. Außerdem bezahlen wir, damit wir uneingeschränkt das Internet nutzen können. Arcor erbringt diese Leistung nun nicht mehr. Wäre interessant, was die Verbraucherzentralen dazu sagen und ob man nun nicht sogar fristlos kündigen kann...

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Redet mit aber benehmt euch - auch "zwischen den Zeilen!" ;) Wer das partout nicht kann, wird ggf. des Reiches verwiesen. Grundsätzlich sind hier alle Besucher willkommen - aber: Mein Reich, meine Regeln. Da kommt es auch schon mal (wenn auch sehr selten) vor, dass ich jemandem das Aufenthaltsrecht entziehe. Man kann das hier mit (m)einem virtuellen Wohnzimmer vergleichen, in dem ich das Hausrecht habe.

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