Dienstag, 24. Juli 2007

Unser Wochenende in Trier (mit Fotoalbum)

Trierwochenende hatten wir schon länger geplant und bereits im April alles organisiert und gebucht. Letzten Freitag ging es dann los. Ich bin nachmittags von Köln mit dem Zug nach Trier gefahren und Schatz von Mannheim aus mit dem Auto. Mein Schatz hat mich dann am Hauptbahnhof eingesammelt und wir sind in unser Hotel gefahren. Unser Hotel Casa Verde, das ich über HRS gebucht habe, liegt im Stadtteil Ruwer. Wir haben ein sehr süßes Zimmer unter dem Dach des Hotels bekommen (Fotos siehe Slide-Show). Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, entschlossen wir uns, im Hotel zu essen und haben diese Entscheidung nicht bereut! Das war das beste italienische Essen, das ich seit langem gegessen habe und die Weine, die wir gewählt haben, waren einfach nur fantastisch.

Samstag, den 21.07.07

Ca. viertel vor 9 (wach waren wir schon länger ) sind wir runter zum Frühstücken und auch das war eine positive Überraschung. Ich hab es bisher nur ein einziges Mal in einem 4-Sterne-Hotel auf Fuerteventura erlebt, dass man die Zubereitungsart seines Frühstückseis selber wählen konnte und das dann absolut frisch und individuell zubereitet wurde. Wir haben dann gemütlich gefrühstückt und sind ins Trierer Zentrum gefahren. Wir haben die Konstantinbasilika besichtigt, sind durch den Rokokopark des Kurfürstlichen Palais geschlendert und haben uns die Kaiserthermen, die Ruinen einer riesigen römischen Badeanstalt angesehen.

Dann sind wir einkaufen gegangen. Eigentlich wollte Schatz nur nach einer Hose mit abnehmbaren Beinen gucken und hatte sogar kurzfristig überlegt auch das sein zu lassen, aber dann sind wir doch zu C&A rein und auch noch in andere Läden. Naja, um es kurz zu machen; Schatzens Garderobe besteht nun aus zwei Hosen, zwei Langarmshirts, und einem Poloshirt mehr. Ausserdem ist unsere Bibliothek um, ich glaub sieben oder acht Bücher gewachsen und unsere beiden Nici-Schafe haben nun neue Gesellschaft in Form eines Wolfs im Schafspelz. Meine Suche nach einer Sommerhose blieb hingegen erfolglos .

Weil so ein Einkaufsbummel anstrengend ist, haben wir uns dann ein Eiscafé gesucht, in dem wir uns mit zwei sehr leckeren Erdbeervanillebechern gestärkt haben (natürlich für jeden nur einen ). In der Nähe des Eiscafés war die Haltestelle für die Doppeldeckerbusse (oben offen), mit denen man eine ca. 50-Minütige Stadtführung machen konnte, was wir dann auch taten.

17:20 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zum Trierer Amphitheater gemacht, weil wir um 18 Uhr Karten für die Veranstaltung „Der Gladiator Valerius“ hatten. Weil ich es nicht besser kann, hier die offizielle Beschreibung:

„Über 1800 Jahre sind vergangen seit seinem ersten Kampf, der sein Leben veränderte. Er war Sklave, wurde freigelassen und wird Gladiator. Seit dieser Zeit findet er keine Ruhe. Er hat alles erlebt, was einem Gladiator zustoßen kann, aber die Eindrücke von damals lassen ihm keinen Frieden. Wie viel Blut hat er gesehen, wie viel Ruhm und auch Verachtung hat er geerntet. Nun irrt er durch die Dunkelheit der Keller und Kanäle des Amphitheaters, getrieben, durchquert die gewaltige Arena und folgt den kaum noch zu erkennenden Spuren der Opfer, der Tiere und sogar denen des Kaisers. Und er, der Gladiator Valerius, erzählt uns aus seinem damaligen Leben. Es gibt vieles zu berichten und zu zeigen aus seiner Welt, der Welt des Amphitheaters.“

Das war wirklich eine „Erlebnisführung“ und teilweise auch ein bisschen anstrengend, vor allem für jemanden, der den ganzen Tag schon auf den Beinen ist. Aber es war toll! Ich hab mich wirklich in diese Zeit zurückversetzt gefühlt. Sollte einer von euch mal nach Trier fahren, dann bucht das. Die Karten dafür sind allerdings sehr begehrt, wir haben sie auch einige Wochen im Voraus gebucht.

Später am Abend hatten wir Karten für „Vorsicht Klassik! - Dieter Hildebrandt und die Philharmonischen Cellisten Köln“. Ja ja, da fahre ich Kölsche nach Trier, um Cellisten aus Köln zu sehen. Aber das war einfach nur fantastisch. Wir haben sehr viel gelacht. Ich wußte nicht, dass man Celli solche Töne entlocken kann.

Ach ja, vor dem Konzert im Innenhof des Kurfürstlichen Palais haben wir spanisch zu Abend gegessen. Tapas vom Feinsten. Mjam.

Gegen halb eins waren wir wieder im Hotel und sind ziemlich erschöpft sofort ins Bett.






Sonntag, 22.07.07

Wir haben wieder gemütlich gefrühstückt, unser Zimmer bezahlt und sind dann wieder ins Zentrum, denn wir hatten Karten für eine weitere „Erlebnisführung“; „Das Geheimnis der Porta Nigra“. Auch hier wieder die offizielle Beschreibung:

Ein Zenturio - im Glanz seiner Paraderüstung - entführt uns in jene Zeit, als Rom die Welt regierte - und der Kaiser in Trier die Geschicke des Imperiums leitete. Plötzlich stehen die Zuschauer inmitten jener ereignisreichen Zeit - und das nicht nur als passive Beobachter!

Spannend, unterhaltsam und humorvoll nimmt uns der Zenturio mit auf eine bewegte Zeitreise. Er entreißt den Mauern der Porta Nigra ihre vielfältigen Geheimnisse: kostbare und rätselhafte, vergnügliche und düstere. Unversehens erwachen dabei all jene zum Leben, die in diesem Tor ein- und ausgingen: Kaiser und Krieger, Bischöfe und Barbaren, lebendig Eingemauerte und teuflische Dämonen. Und Schritt für Schritt drängt sich der Verdacht auf: Nicht nur die Porta Nigra - auch dieser Zenturio birgt ein großes, überraschendes Geheimnis.

Und es war spannend, es war humorvoll – es war einfach nur toll. Über eine Stunde hat das Ganze gedauert, aber die verging wie im Fluge.

Mit diesem Erlebnis ging unser Besuch in Trier zu Ende. Es war ein wunderschönes und sehr intensives Wochenende. Und ich bin mir sicher, diese Stadt und dieses Hotel sieht uns wieder.

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