Montag, 23. März 2015

Ein Besuch in der alten Heimat

Vor einer Weile fand ich zufällig heraus, dass eine Band, die ich sehr gerne mag im März im Kölner E-Werk spielen würde. Da auch meine Ma die gern hört, beschloss ich, ihr und mir eine Freude zu machen und bestellte zwei Tickets. Etwas später buchte ich dann noch ein Hotelzimmer für uns und kümmerte mich um ein Transportmittel für mich (sie wohnt nicht weit von Köln).

Vergangenen Freitag kurz vor 15 Uhr ging es dann los. Ich hatte mich für den Fernbus entschieden, der mich für unschlagbare 9 Euro von Mannheim nach Köln brachte.


Letzter Halt vor Köln-Deutz, meinem Ziel.

Kurz nach 18 Uhr kam ich in Köln-Deutz an und wurde dort von meinem Dad und seiner Frau abgeholt. Wir haben uns ungelogen schon ein paar Jahre nicht mehr gesehen und ich hatte gefragt, ob sie mich für eine Nacht aufnehmen würden, was sie auch sehr gern taten.

Es war ein wirklich schöner Abend. Ich wurde sehr lecker verköstigt, sowohl was Essen als auch Trinken angeht. Als Allererstes gab es natürlich ein Kölsch.


Dann gab es eine leckere Kartoffelsuppe und danach von meinem Dad perfekt auf den Punkt gegrillte marinierte Lammsteaks. Verdaut wurde mit einem Kräuterlikör aus dem Osten Deutschlands, St. Hubertus Tropfen. Mjamm.


Und dann öffnete mein Dad diese Flasche Whiskey extra für uns!

21 Jahre alt und auf 10.000 Flaschen limitiert. Boaaah, lecker Stöffchen!
Natürlich wurde an dem Abend auch viel gequatscht und ich wurde "up to date" gebracht, wie es einigen Menschen im Leben ergangen ist und geht. Das war schon interessant zu hören, was Leute machen, deren Babysitter ich mal war.

Am nächsten Tag gab es noch ein leckeres Frühstück und noch mehr Quatschen und am frühen Nachmittag fuhren mein Dad und seine Frau mich dann zum Hotel, wo ich mich mit meiner Ma traf.

Ich hatte mich für das Best Western Premier Park Hotel in Köln Mülheim entschieden, da das in Laufweite vom E-Werk, in dem das Konzert stattfand, liegt. Ich kannte das Hotel auch schon und wusste, dass wir da sehr gut aufgehoben sind. In Köln Mülheim hatte ich vor meinem Umzug nach Mannheim vor fast 8 Jahren auch gelebt. Aufgewachsen bin ich aber in dem Stadtteil, in dem mein Vater heute noch lebt. Es war also in mehrfacher Hinsicht eine Rückkehr in die alte Heimat.

Unser Zimmer




Das Wetter in Köln war leider nicht so toll, zuerst zumindest...



Etwas später...


Die Sonne hielt sich nicht wirklich lange, aber zumindest regnete es nicht mehr, so dass wir später trocken zu Fuß zum E-Werk laufen konnten. Doch zuerst haben wir uns im Gilden Brauhaus, das direkt neben dem Hotel liegt, gestärkt. Natürlich auch mit Kölsch!

"Brauhaus-Topf" mit 3 gegrillten Schweinefilets in einer scharfen Paprika-, Tomaten-, Zwiebelsoße mit Bratkartoffeln

Das Konzert war geil! So geil! Eine irre Stimmung. Ich habe weder gefilmt noch fotografiert, daher lasse ich mal fremdes Material für mich sprechen.


Irgendwo rechts haben wir gestanden....

Fiddler's Green ist eine Band aus Erlangen, die Irish Folk spielen, aber Richtung Folk Rock und Speedfolk.


Inklusive der Vorband Mr. Irish Bastard (klicken für Musikbeispiel) hat das Konzert über drei Stunden gedauert.

Zurück im Hotel gab es dann noch einen Absacker bevor es müde und mit schmerzenden Füßen ins Bett ging.


Den nächsten Morgen/Vormittag sind meine Ma und ich sehr gemütlich angegangen. Kurz nach 11 sind wir mit unserem Zeug runter zur Rezeption, ich habe die Rechnung bezahlt und meine Ma gab eine Kaffee an der Lobby-Bar aus, bevor wir wieder nebenan ins Brauhaus sind, wo wir gemütlich zu Mittag gegessen haben.

Rumpsteak - rare!
Und zum Nachtisch gab es noch eine weiße Mousse au Chocolat auf's Haus. Dabei hatte ich mir eigentlich vorgenommen, mir einen warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis zu gönnen. Hmpf. 

Danach war noch viel Zeit bis mein Bus zurück nach Mannheim fuhr und so beschlossen wir, noch mit der Straßenbahn in die Kölner City zu fahren. Zwischendurch schien auch immer mal wieder Sonne. Es hat sich einiges in Köln verändert, seitdem ich das letzte Mal im Herbst 2007 da war, aber irgendwie auch nicht. Fremd kam mir meine alte Heimat nicht vor.

Am Neumarkt mit Blick auf St. Aposteln

Am Neumarkt sind wir ausgestiegen und stellten fest, dass dort auf dem Platz gerade Antiktrödelmarkt war. Und keine 5 Minuten auf dem Markt fand ich etwas, das ich unbedingt haben musste. 


Eine alte Gitarrenlaute, bisschen verstimmt, aber spielbar und der Korpus in einem guten Zustand, Baujahr irgendwann zwischen 1920 und 1930. So zumindest meine Rechercheergebnisse. Hat noch den original bestickten Tragegurt dran. Fragt mich nicht, warum ich sie haben wollte, es war Liebe auf den ersten Blick. Dabei kann ich sowas nicht mal spielen. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Ich denke, ich werde die nächsten Tage noch ein paar mehr Fotos von dem guten Stück posten.

Es war wirklich schön, mein Dad und seine Frau sehen, ein Weiberwochenende mit meiner Ma zu verbringen,  mal wieder auf ein Konzert zu gehen, einfach mal für ein paar Tage raus zu kommen. Und es war auch schön, als ich dann so gegen 21 Uhr gestern Abend endlich Heim kam, sehr sehr enthusiastisch von meinen Katzen begrüßt zu werden. 

Samstag, 14. März 2015

Quote of the day



“And then the day came,
when the risk
to remain tight
in a bud
was more painful
than the risk
it took
to blossom.”

Anaïs Nin

Donnerstag, 12. März 2015

Rest in peace Terry Pratchett

Ich danke Dir, Terry Pratchett für die wunderbaren Stunden, die Du mir mit deinen Büchern und Geschichten beschert hast. Vor ungefähr 20 Jahren las ich mein allererstes Buch von Dir, Einfach Göttlich. Und seitdem bin ich Fan. Von Dir habe ich die meisten Bücher eines einzelnen Autors im Regal stehen, fast alles, was Du jemals geschrieben hast. Deine bekannteste Schöpfung ist das Scheibenweltuniversum. Einzigartige Fantasy so schräg, so voller Humor, mal tiefgründig, mal philosophisch, wie ich sie bisher kein zweites Mal gefunden habe. Ich fühle mich in den Straßen von Ankh Morpork fast zuhause, ihre Bewohner sind mir ans Herz gewachsen. Das alles wird mir fehlen.


Sir Terry Pratchett -  *28. April 1948 - †12. März 2015

“No one is actually dead until the ripples they cause in the world die away...”
Terry Pratchett, Reaper Man

“DON'T THINK OF IT AS DYING, said Death. JUST THINK OF IT AS LEAVING EARLY TO AVOID THE RUSH.”
Terry Pratchett, Good Omens: The Nice and Accurate Prophecies of Agnes Nutter, Witch

Sonntag, 8. März 2015

Mittwoch, 4. März 2015

Wenn Menschen...

...sich über ihre eigene Ernährung so viel Gedanken machen würden, wie das manche über die Ernährung ihrer Haustiere tun...